Kein Ersatz für Fußgängerbrücke

Von: spl
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Der Schulausschuss sieht keine
Der Schulausschuss sieht keine Notwendigkeit für eine Fußgängerbrücke über den Ellebach. Aber die Verkehrserziehung an den Schulen soll intensiviert werden. Foto: imago/Niehoff

Jülich. In Jülichs Schullandschaft bewegt sich was, und zwar nicht nur die Baumaschinen im Schulzentrum an der Linnicher Straße. Dort gibt es ohnehin mehr als eine Baustelle.

Seit geraumer Zeit stellt die wegen Einsturzgefahr gefährdete Fußgängerbrücke über den Ellbach einen Zankapfel zwischen zahlreichen Eltern und der Stadt dar.

Hatten im Januar die vorgetragenen Gründe der Schulpflegschaft der Katholischen Grundschule (KGS) für einen möglichen Neubau einer Brücke im Bürgerausschuss noch Zustimmung gefunden (wir berichteten), erbrachte selbiger Vorschlag im Ausschuss für Jugend, Familie und Sport am Donnerstag keinen Zuspruch.

„Die alte Fußgängerbrücke läuft an einer stark befahrenen Straße aus. Die Kinder werden an dieser Stelle verführt, nicht bis zur nächsten Ampel zugehen, sondern die Straße einfach so zu überqueren”, gab Alfred Hermes (CDU) zu bedenken . Er erntete damit allgemeine Zustimmung.

Breiter Bürgersteig

Weiterhin sei bei dem breiten Bürgersteig der Autobrücke kaum eine Gefahr zu erwarten, hieß es im Ausschuss. Vielmehr solle es Ziel sein, eine umfassende Verkehrserziehung der Jugendlichen anzustreben, meinte Robert Hel für gers, Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Jülich. In diesem Zusammenhang wurde auch die Planung eines Elternabends gemeinsam mit der Polizei vorgeschlagen. Die Eltern könnten so lernen, wie sie ihre Kinder richtig auf den Fußweg zur Schule vorbereiten.

„Denkbar wäre vielleicht auch ein mögliches Tempo-30-Limit auf dem entsprechenden Bereich der Linnicher Straße während der Schulzeiten”, legte Marion Osterfeld (FDP) nahe.

Viele Vorschläge kamen zur Sprache, in einem waren sich aber nahezu alle Ausschussmitglieder einig: Eine neue Fußgängerbrücke muss nicht her, ebenso wird die alte Brücke nicht saniert. Das beschloss der Ausschuss dann auch ohne Gegenstimmen bei zwei Enthaltungen.

Die Fußgängerbrücke über den Ellbach bleibt also weiterhin gesperrt. So werden die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule nach der Sanierung des Schulzentrums wohl hauptsächlich über die Autobrücke ihre Lernstätte erreichen.

Anmelden können Eltern ihre Kinder in der Zeit vom 11. Februar bis zum 16. März. Die genauen Zeiten der insgesamt sieben Anmeldetermine sowie Beratungsmöglichkeiten sind unter www.sekundarschule-juelich.de zu finden.

Ganz nebenbei wurde im Ausschuss bekanntgegeben, dass der Umzug der Katholischen Grundschule in die neuen Räumlichkeiten wahrscheinlich schon nach den Osterferien stattfinden wird. Auch der Umzug der Musikschule nach der Sanierung des Schulzentrums in 2014 ist in trockenen Tüchern.
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