Schleiden - Katholische Frauengemeinschaft Schliden löst sich nach 40 Jahren auf

Katholische Frauengemeinschaft Schliden löst sich nach 40 Jahren auf

Von: gre
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Trotz der Auflösung der Katholischen Frauengemeinschaft müssen die Teilnehmer des Wortgottesdienstes am letzten Donnerstag im Monat auch künftig nicht auf das gemeinsame Frühstück verzichten. Foto: Greven

Schleiden. Das war es dann wohl: Die Katholische Frauengemeinschaft Schleiden hat sich auf ihrer Versammlung Anfang dieses Monats aufgelöst – nach 40 Jahren. Es ist eine gewaltige Lücke, die damit im gesellschaftlichen Leben des Dorfes gerissen worden ist.

Mehr als jede andere Gemeinschaft haben die Frauen in den vier Jahrzehnten für die Allgemeinheit des Dorfes Akzente gesetzt in vielerlei Hinsicht. Ihre Aktivitäten waren so bemerkenswert, dass sich ihr auch viele Frauen aus den umliegenden Orten angeschlossen hatten.

Am 12. Dezember 1973 wurde sie ins Leben gerufen mit großer Unterstützung durch den damaligen Pfarrer Peter Weindorf. Insbesondere für die ältere Generation war sie damals ein Hort der Gemeinsamkeit und Geselligkeit. Die Damen trafen sich regelmäßig mittwochs im Lehrerzimmer zu einem Tässchen Kaffee. Aber sie konnten ihre Hände nicht ruhen lassen. Es wurde gestrickt, gehäkelt, gestickt, gebastelt. Für Leprakranke strickten die Damen damals über hundert Wolldecken. Die Weihnachts- und Osterbasare fanden dank ihres vielfältigen Angebots große Akzeptanz. Ihre Erlöse flossen in karitative Einrichtungen. Zudem beschaffte die Gemeinschaft Ruhebänke für die Spazierwege rund um den Ort, von denen die meisten dem Vandalismus zum Opfer gefallen sind. Bei Vereinsjubiläen und sonstigen gemeinsamen dörflichen Aktionen war die Frauengemeinschaft stets mit dabei. Sie widmeten sich dem Schmuck der Kirche bis hin zur Gestaltung der Weihnachtskrippe.

Erwähnenswert sind auch die kirchlichen Aktivitäten, der monatliche Wortgottesdienst mit anschließendem Frühstück, die Maiandachten, die Wallfahrten nach Aldenhoven und Kevelaer. Der bisherige vierköpfige Vorstand mit Christa Kirsch an der Spitze, der seit 20 Jahren die Frauengemeinschaft geführt hatte, war zurückgetreten. Man hatte es lange genug angekündigt, man wollte einfach aus der Verantwortung heraus. Aber niemand war bereit, die Aufgaben zu übernehmen. Das Ergebnis war der Beschluss über die Auflösung der Katholischen Frauengemeinschaft Schleiden.

Allerdings bleiben die kirchlichen Aktivitäten vom gut besuchten monatlichen Wortgottesdienst mit Frühstück über die Maiandachten bis zu den Wallfahrten erhalten. Diese Aufgaben werden von einigen ehemaligen Mitgliedern der Frauengemeinschaft wahrgenommen, die dem Pfarrgemeinderat angehören. Vermissen wird man allerdings in Zukunft die bisher üblichen Besuche der alten und kranken Menschen und zu hohen runden Geburtstagen. Und den Osterkaffee gibt es künftig auch nicht mehr.

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