Katharina Kloke (FDP) im Trainingslager für Politiker in Berlin

Von: Sarah Maria Berners
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Katharina Kloke, künftig für die FDP im Bundestag. Foto: smb

Kreis Düren. „Berlin, diese Stadt ist interessant und abwechslungsreich. Bislang wollte ich dort immer wieder hin, um dort ab und zu ein paar Tage zu verbringen“, erzählt Katharina Kloke, und ergänzt: „Leben wollte ich dort aber eigentlich nicht.“

Doch statt auf dem Land, wo Katharina Kloke auch groß geworden ist, ist die junge Frau nun auf Wohnungssuche in der Millionenstadt. Sie hat für die FDP im Kreis Düren kandidiert und es überraschend und ungeplant in den Bundestag geschafft.

In der Hauptstadt ist sie nun auf Wohnungssuche. „Das läuft aber noch nicht so optimal“, sagt die 30-Jährige. „Der Wohnungsmarkt in Berlin ist katastrophal. Ich glaube nicht, dass es ohne Makler gehen wird.“ In ihrer ersten Woche in Berlin hat die junge Politikerin bei Freunden übernachtet.

„Eine Wohnung in deren Nähe wäre natürlich toll. So hätte ich auch Anschluss in Berlin außerhalb der Fraktion.“ Aus der Erfahrung anderer Abgeordneter weiß sie, dass sie etwa die Hälfte ihrer Zeit künftig in Berlin, die andere Hälfte zu Hause im Dürener Wahlkreis leben wird. „Hier ist es natürlich wichtig, dass wir auch im Kreistag ab 2020 wieder vertreten sind“, sagt Kloke.

Neben der Suche nach einer Wohnung ist die Volljuristin auch auf der Suche nach Personal. Am Freitag erst hat sie ihr juristisches Staatsexamen bestanden, schon wird sie Chefin von drei Leuten in Berlin – einer Assistentin, eines Büroleiters und eines persönlichen Referenten. Eingestellt werden dürfen diese aber erst, wenn das amtliche Endergebnis festgestellt wurde. „Eine Assistentin für die Sekretariatsarbeit habe ich aber schon gefunden.

Ich kannte sie schon vorher und sie hat schon berufliche Erfahrung“, erzählt Kloke. Etliche Initiativbewerbungen – auch der Mitarbeiter ehemaliger Abgeordneter – sind schon beider Dürenerin eingegangen. Bis alle ihr Büro haben, werde es aber noch bis zum Jahresende dauern. Die Aus-, Ein- und Umzüge seien schließlich ein enormer logistischer Aufwand.

Eigene Ziele erarbeiten

„Während des Studiums habe ich im Büro eines Landtagsabgeordneten gearbeitet. Daraus kann ich viel für meine Büro-Organisation, die dortigen Strukturen und auch Impulse für die parlamentarische Arbeit ziehen“, erzählt die Politikerin. Außerdem beginne sie nun damit, Konzepte für ihre Arbeit und die ihres Personals zu entwickeln. „Wichtig ist es auch, sich eigene Ziele zu erarbeiten. Nur wer Ziele hat, kann produktiv sein.“ Vor ihr stehe eine große politische Verantwortung und dazu auch die Personalverantwortung.

„Mir geht es gut“, sagt die junge Frau, die ihr Leben derzeit komplett umkrempelt. „Ich bin nur sehr müde. Die vergangenen zwei Wochen waren ziemlich anstrengend und mit Berlin und dem Lernen für die Prüfung sehr ereignisreich.“ In der ersten Woche in Berlin sind die FDP-Neulinge in einer Art Trainingslager ihrer Partei auf die künftigen Aufgaben, Pflichten und Rechte der Bundestagsabgeordneten vorbereitet worden.

Welche Schwerpunkte Kloke in den kommenden vier Jahren setzen wird, ist noch nicht ganz klar. Auf einer Art Wunschliste hat sie sich für die Themen „Inneres“ und „Recht“ ins Spiel gebracht. In den nächsten Wochen stehen in Berlin Sondierungsgespräche und Koalitionsverhandlungen an. Voraussichtlich in einer Arbeitsgruppe wird auch Katharina Kloke dabei sein.

„Die Gespräche zwischen uns, der CDU und den Grünen werden eine Herausforderung. Ich finde es aber wichtig, diese Gespräche trotz der Unterschiede zu führen und die Koalitionsbildung zu versuchen. Das wird spannend.“

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