Kaschluhn & Co. präsentieren erlauchten Autorinnen-Kreis

Von: Kr.
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Sie waren für die literarische Matinee verantwortlich, in deren Verlauf die Trägerinnen des Deutschen Buchpreises vorgestellt wurden: (von links) Günter Vogel, Gudrun Kaschluhn, Ria Watrin, Helga Steinbach und Marianne Lohmer. Foto: Kròl

Jülich. In der deutschen Literatur spielen Frauen mittlerweile eine bedeutende Rolle. Dies macht die Liste der Preisträger deutlich, die seit seiner Einführung im Jahre 2005 mit dem Deutschen Buchpreis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurden. Unter den elf Preisträgern befinden sich immerhin sechs Frauen.

Die erste, die diesen Preis entgegen nehmen durfte, war im Jahre 2006 Katharina Hacker für ihr Buch „Die Habenichtse“. Bereits ein Jahr später folgte mit Julia Franck die zweite Frau, die für ihr Buch „Mittagsfrau“ ausgezeichnet wurde. 2009 ging der Preis an die Schriftstellerin und Lyrikerin Kathrin Schmidt für ihr Werk „Du stirbst nicht“. Melinda Nadj Abonji setzte 2010 die Reihe fort. Sie wurde für ihr Buch „Tauben fliegen auf“ geehrt. 2012 nahm Ursula Krechel für „Landgericht“ den Preis entgegen und 2013 Terézia Mora für ihr Buch „Das Ungeheuer“.

Ihnen allen widmete Gudrun Kaschluhn eine Matinee, die die Volkshochschule Jülicher Land in Kooperation mit der Stadtbücherei Jülich sowie der Gleichstellungsstelle der Stadt Jülich organisierte. Unterstützt wurde die Dozentin, die auch den Literaturkreis der Volkshochschule leitet, von Marianne Lohmer, Helga Steinbach und Ria Watrin, Mitstreiterinnen aus ihrem Kurs.

Günter Vogel hieß die Zuhörerinnen und einige wenige Zuhörer im Lese-Café der Stadtbücherei willkommen. Er und auch Gudrun Kaschluhn gingen kurz auf die Ereignisse in Paris ein und hoben die Wichtigkeit hervor, sich vom Terror nicht von Gewohnheiten und Kultur abhalten zu lassen. Anhand von Interviews, Kritiken, Biografien und Textstellen aus ihren Büchern stellte Gudrun Kaschluhn die sechs Frauen vor. „Sie sind gewiss nicht unkompliziert, aber sie geben uns sehr viel. Man kann regelrecht in der deutschen Sprache baden“, erklärte sie.

So wussten die Damen des Literaturkreises, die sich wieder sehr gründlich vorbereitet hatten und sich mit den jeweiligen Autorinnen intensiv beschäftigt hatten, mitzuteilen, dass etliche der ausgezeichneten Bücher, autobiografische Bezüge hatten. Eines hatten die sechs Frauen gemeinsam. Sie alle hatten schwere Lebenskrisen zu bewältigen, wie beispielsweise Julia Franck, die als Kind mit ihrer Mutter in den Westen flüchtete und eine Zeit in einem Auffanglager verbrachte, oder Kathrin Schmidt, die nach einer schweren Krankheit den Sprachverlust zu überwinden hatten.

„Wenn es den deutschen Buchpreis nicht gäbe, wäre dieses herausragende Buch sicherlich unbeachtet geblieben“, gab Gudrun Kaschluhn im Hinblick auf „Mittagsfrau“ zu bedenken.

In der Folge ging sie auch kurz auf die Kriterien ein, nach denen der Buchpreis verliehen wird, stellte einige Jurymitglieder vor und ging auf Inge Maria Mahlke und ihr Buch „Wie Ihr wollt“ ein, das 2015 auf der Liste stand.

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