Karl-Knipprath-Stadion: Streit neu entfacht

Von: ojo
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Die nächste Runde: Die Stadt hat ihre Absage an Verhandlungen mit Alemannia Aachen über die Nutzung des Karl-Knipprath-Stadions bekräftigt. Foto: Helmut Schiffer

Jülich. Da ist wohl ein juristisches Abstimmungsgespräch zwischen dem SC Jülich 10/97 und der Stadt Jülich fällig. Die Ansichten, wer im und über das ehrwürdige Karl-Knipprath-Stadion das Sagen hat, gehen offensichtlich deutlich auseinander.

In der jüngsten Sitzung des Stadtrates hat die Verwaltung ihre Position selbstbewusst bezogen: „Der SC Jülich 10/97 kann ... keinesfalls über die Nutzung des Stadions entscheiden, dies bleibt nach wie vor, wie auch bisher praktiziert, der Stadt als Eigentümerin vorbehalten.“

Der Initialfunke zu dieser Reaktion war Ende Februar entzündet worden, als der insolvente Fußballdrittligist Alemannia Aachen mit dem SC Jülich 10/97 Gespräche über die Möglichkeit führte, im Karl-Knipprath-Stadion Spiele auszutragen. Der Jülicher Verein wollte die Überlegungen vertiefen. Der Ausschuss für Jugend, Familie, Schule und Sport sah diese Möglichkeit gar nicht und beschloss, keine weiteren Nutzungsgespräche mit der Alemannia zu führen.

Der „Zehner“-Vorstand befand diesen Beschluss als irrelevant. Er verwies auf einen Vertrag mit der Stadt, der 2005 abgeschlossen worden war. Daraus leiteten die „Zehner“ das alleinige Hausrecht und die Oberhoheit bei Nutzungsverhandlungen ab.

Nur für sportliche Zwecke

Die Stadt hat dem in einem Schreiben an den Verein vom 8. März widersprochen. Sie teile die Auffassung des Vereins in keiner Weise. Laut Vertrag stelle die Stadt als Eigentümerin dem SC Jülich 10/97 das Stadion zur eigenverantwortlichen Nutzung zur Verfügung und übertrage dem Verein das Hausrecht. Allerdings sei der Verein vertraglich verpflichtet, „die Sportanlage nur für sportliche bzw. unmittelbar damit verbundene Zwecke im Rahmen seiner Vereinsarbeit zu nutzen“.

Neben der Bekräftigung des Ausschussbeschlusses – keine weiteren Verhandlungen mit Alemannia Aachen – machte die Verwaltung keinen Hehl aus ihrem Befremden über ein Versäumnis des Vereins. Die Verwaltung sei verwundert, dass die Stadt als Eigentümerin nicht sofort von dem Interesse der Alemannia in Kenntnis gesetzt und „rechtzeitig in alle Überlegungen einbezogen“ worden sei. Die Stadt einen Tag vor dem Besichtigungstermin im Stadion und ohne Information vorab per E-Mail einzuladen, „halte die Verwaltung nicht für eine gute Vorgehensweise“.

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