Niederzier - Kanalsanierung verschlingt Millionen

Kanalsanierung verschlingt Millionen

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Niederzier. Das marode Kanalnetz vor allem in Huchem-Stammeln kommt die Gemeinde Niederzier weiter teuer zu stehen. Allein bis zum Jahr 2014 müssen rund 3,4 Millionen Euro in die Sanierung defekter Schmutz- und Regenwasserkanäle investiert werden, bis 2020 sind es nach dem Abwasserbeseitigungskonzept rund 8,8 Millionen Euro.

Und immer wieder wird neues Unheil bekannt. Eine neuerliche Kamerabefahrung hat nun ergeben, dass in der Friedensstraße in Huchem-Stammeln akuter Handlungsbedarf besteht. Der Rat beschloss deshalb, die Sanierung der dortigen Kanalisation auf das Jahr 2011 vorzuziehen, die in der Dürener Straße zurückzustellen.

700.000 Euro soll die Maßnahme kosten, wobei rund 285.000 Euro für die Erneuerung der Hausanschlüsse eingeplant sind. Doch anders als bei früheren Maßnahmen in Huchem-Stammeln und bei der in Kürze anstehenden Sanierung in der Hochheimstraße sollen die Anwohner diese Kosten nun komplett übernehmen.

SPD-Fraktionschef Ortwin Clever kündigte im Rat bereits an, dass sich die Gemeinde Ablöseverträge wie in der Vergangenheit angesichts der prekären und sich weiter verschärfenden Haushaltssituation wohl nicht mehr leisten kann. Das heißt: Während Anwohner bislang von der Gemeinde aus allgemeinen Steuermitteln unterstützt wurden, müssen Hausbesitzer in Zukunft die Zeche ihrer defekten Hausanschlüsse selber zahlen.
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