Kampfhundesteuer und eine zweite Zählung

Von: Volker Uerlings
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Die Haltung „gefährlicher Hunderassen” wie eines Pitbull-Terriers wird in Jülich enorm teuer. Foto: Imago

Jülich. Erfolgreiche Maßnahmen werden gern wiederholt, vor allem, wenn sie Geld bringen. Und die erste Hundezählung der Stadt Jülich war 1999 ein voller Erfolg.

Ergebnis war nämlich, dass der Hundebestand tatsächlich um 40 Prozent höher war als die Zahl der zur Hundesteuer angemeldeten Vierbeiner.

In Zahlen: 1500 Halter gab es vor, 2100 nach der Zählung. Ein neuer Antrag der SPD, der von allen Fraktionen im Haupt- und Finanzausschuss unterstützt wurde, sieht eine zweite Ermittlung der in Jülich lebenden „besten Freunde” des Menschen vor. Außerdem ist geplant, in Jülich eine „Kampfhunde-Steuer” einzuführen. Auch das fand im Ausschuss breite Zustimmung.

Die Herzogstadt ist nämlich in der näheren Region die einzige Kommune, die auf dieses Instrument verzichtet. Die Halter dieser Hunde müssen sich darauf einstellen, dass ähnlich wie im Umland pro gefährlichem bzw. als gefährlich eingestuftem Hund zukünftig 400 bis 800 Euro jährlich zu bezahlen sind.

Da das für die Betroffenen ziemlich happig ist und auch nicht zur unkontrollierten Abschaffung der Tiere führen soll, wird es nach dem Willen der Mehrheit im Haupt- und Finanzausschuss eine Übergangsregelung geben. Soll heißen: „Kampfhunde”-Halter werden darüber informiert, dass beispielsweise die Zahlung für vorhandene Tiere in ein oder zwei Jahren beginnt.

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