Kampfansage an Scherben und „wildes Urinieren“

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Die glasfreie Zone am Weiberdonnerstag: Polizei und Ordnungsamt kontrollieren das jecke Fußvolk auf Gläser und Flaschen.

Jülich. Für die große Disco an Weiberdonnerstag auf dem Schlossplatz werden wieder etwa 2000 vorwiegend Jugendliche und junge Erwachsene erwartet. Seit 2010 herrscht an Weiberdonnerstag in bestimmten Bereichen der Stadt Jülich ein Glasverbot.

Erfahrungen vor dem Glasverbot 2010 haben gezeigt, dass der Einsatz von Gläsern und Flaschen grundsätzlich mit Gefahren verbunden ist. Viele Scherben im unmittelbaren Umfeld des Festzeltes und Verletzungen der Besucher waren damals die Konsequenzen.

Seit dem Glasverbot gab es keine Schnittverletzungen und die Verunreinigungen insbesondere in der Kölnstraße in Jülich waren sehr gering. Deswegen hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 04. Dezember ein Verbot des Mitführens und des Verkaufs von Getränken in Glasbehältern in bestimmten Straßen/Bereichen in der Stadt Jülich am einstimmig beschlossen.

Mit den Verboten soll sichergestellt werden, dass keine Glasbehälter in den Veranstaltungsbereich und auf die umliegenden Straßen und Plätze gelangen. Es dürfen somit keine Getränke (sowohl alkoholische als auch nicht alkoholische Getränke) in Glasflaschen mitgeführt werden, wenn diese im Geltungsbereich der Verordnung getrunken werden sollen.

Von dem Verbot von Glasgetränkebehältern sind lediglich diejenigen Personen auszunehmen, die Glasbehälter offensichtlich und ausschließlich zum häuslichen Gebrauch mitführen. Damit besteht für Bewohner innerhalb des Verordnungsgebietes die Möglichkeit, Getränke in Glasflaschen nach Hause zu bringen.

Die Glasverbotszone umfasst folgende Straßen und Plätze: Römerstraße, Große Rurstraße, Schützenstraße, Schirmerstraße, Düsseldorfer Straße, südlicher Zitadellengraben (von Düsseldorfer Straße bis Kurfürstenstraße), Kurfürstenstraße, Römerstraße sowie Aachener Straße (ab Ellbachstraße), Düsseldorfer Straße den und Propst - Bechte -Platz. Kontrollstellen sind in der Nähe des Veranstaltungszeltes eingerichtet, an denen das Ordnungsamt und die Polizei die Besucher hinsichtlich eventueller Glasflaschen kontrollieren.

Mobile Überwachung

Daneben gibt es auch sogenannte mobile Überwachungskräfte, die die Verbote überwachen. Wer gegen die Verordnung verstößt, handelt ordnungswidrig. Diese Ordnungswidrigkeit kann bei Fahrlässigkeit mit einer Geldbuße bis 500 Euro, bei Vorsatz sogar mit einer Geldbuße bis zum 1000 Euro geahndet werden.

Die Überwachungskräfte sind angehalten, Gläser und Flaschen einzuziehen und zu entsorgen. Zudem achten sie auf andere Inhalte des Jugendschutzgesetzes. Bier und Wein dürfen nur von Jugendlichen ab 16 Jahren getrunken werden (Ausnahme: 14 bis 16-Jährige in Begleitung eines Erziehungsberechtigten). Branntweinhaltige Getränke (z.B. auch Alkopops, alkoholische Mixgetränke, Gin, Rum, Jägermeister, Wodka) sind erst ab 18 Jahren erlaubt.

Außerdem dürfen in der Öffentlichkeit nur Personen ab 18 Jahre rauchen. Verunreinigungen jeglicher Art (wie z.B. das Wegwerfen von Plastik- oder Glasflaschen) oder auch „wildes Urinieren“ stellen ebenfalls eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße von bis zu 1000 Euro geahndet werden können. Um das „wilde Urinieren“ zu verhindern, steht in diesem Jahr wieder ein Toilettenwagen vor dem Zelt zur kostenlosen Benutzung zur Verfügung!

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