Kammerkonzert zum zehnjährigen Bestehen der Overbacher Reihe

Von: rb
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Alena Sojer (Klavier) und Julia Hantschel (Oboe) spielten das „Konzert für Oboe in d-moll“ von Allessandro Marcello. Foto: Blanche

Barmen. „Welches Musikinstrument ist eigentlich das wichtigste?“ Seit zehn Jahren bereits, moderiert Johannes Urban die Overbacher Kammerorchesterreihe und stellt Jahr für Jahr junge Overbacher Solisten vor, die bei dieser Gelegenheit ihr besonderes Talent unter Beweis stellen.

Mit augenzwinkerndem Humor führt er dabei durch den Abend, und die vielen Gäste, die sich jedes Jahr in der Aula des Gymnasiums einfinden, erfahren dabei immer wieder Wissenswertes über die jungen Musiker und ihre Instrumente.

Welches Instrument nun aber das wichtigste sei, dieser nicht ganz ernst gemeinten Frage widmete sich Urban kürzlich beim Kammerkonzert der jungen Overbacher Solisten anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Veranstaltungsreihe. Zur Auswahl standen diesmal die Trompete, das Klavier, die Querflöte, die Altblockflöte, die Oboe, die Violine und die Viola – allesamt auf hohem künstlerischen Niveau und mit jugendlicher Spielfreude gespielt.

Interessante Details

Den rund 150 begeisterten Zuhörern bot sich ein bunter wie kurzweiliger musikalischer Mix mit klassischen Werken von unter anderen Antonio Vivaldi, Franz Schubert und Georg Friedrich Händel. Als Gast des rundum gelungenen Abends erfuhr man zudem interessante Details über die dargebotenen Komponisten.

So war italienische Dichter, Komponist und Philosoph Alessandro Marcello, dessen Konzert für Oboe in d-moll Julia Hantschel (Oboe) und Alena Sojer (Klavier) intonierten, zu seiner Zeit wohl ein Dilettant. Im 18. Jahrhundert war dies aber keineswegs abwertend gemeint. Als Dilettanten bezeichnete man damals nicht etwa einen Stümper, sondern des lateinischen Ursprungs der Bezeichnung entsprechend einen Liebhaber. Da Marcello adeliger Herkunft war, und somit folglich kein armer Berufsmusiker, konnte er sich mit Stolz Dilettant heißen.

Sein berühmteres Konzert für Oboe und Orchester in d-moll arrangierte später Johann Sebastian Bach für Cembalo solo.

Mit lange anhaltendem Applaus bedankte sich das Publikum für so viele kleine Glanzleistungen an diesem Abend. Und das, obwohl oder vielleicht sogar weil keine Antwort auf die Frage nach dem wichtigsten Instrument gefunden werden konnte.

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