Kirchberg - Kamerascheu: Martina Gedeck dreht am Ufer der Rur

Kamerascheu: Martina Gedeck dreht am Ufer der Rur

Von: Nicola Gottfroh
Letzte Aktualisierung:
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Einsatzwagen des THW und der Polizei säumen das Rurufer vor der alten Eisenbahnbrücke in Kirchberg und bilden die Kulisse für den Kinofilm „Bastard”. Nicht im Bild ist die Schauspielerin Martina Gedeck. Sie wünscht beim Dreh keine Fotos von sich. Foto: Gottfroh

Kirchberg. Einsatzwagen der Polizei und Fahrzeuge des Rettungsdienstes und des THW säumen das Rurufer vor der alten Eisenbahnbrücke in Kirchberg. Der Platz scheint Tatort eines Verbrechens geworden zu sein und wird durch eine Flatterband-Absperrung vor allzu neugierigen Blicken geschützt.

Ein rotes Schlauchboot wartet auf seinen Einsatz - doch noch fehlt die Taucherstaffel, die das Boot aufs Wasser führen wird.

Was den Anschein hat, als sei das beschauliche Kirchberg Schauplatz eines Verbrechen geworden, ist in Wirklichkeit die Kulisse für die Dreharbeiten zum Film „Bastard”, einem Psychothriller, der im nächsten Jahr in die Kinos kommen wird. So genannte Motivscouts hatten den Platz unter der alten Eisenbahnbrücke entdeckt und Kirchberg so zum Filmschauplatz gemacht.

Wer trotz der ersten Schrecksekunde dann doch noch einen zweiten Blick wagt, der nimmt auch das 38-köpfige Filmteam hinter den Fahrzeugen wahr und die Schauspielerin Martina Gedeck, die mit dem Kamerateam und Regisseur Carsten Unger unter einem großen Regenschirm Schutz sucht, obwohl es gar nicht regnet.

Dann wird es ganz still am Set und die Schauspielerin schlüpft in ihre Filmrolle der Fallanalytikerin, die auf der Suche nach einem vermissten Kind ist. Und plötzlich fallen doch noch dicke, prasselnde Tropfen auf die Schauspielerin herab und erklären die Existenz des Regenschirms.

Der „Regen” fällt nicht von Himmel, denn der bleibt am Drehtag trocken. Große Brauseeinheiten, vergleichbar mit Duschen, die zu allen Seiten Wasser auf die Schauspieler sprühen, ersetzen einen realen Wolkenbruch.

Auch wenn sich der Regisseur Carsten Unger mit der Szene zufrieden zeigt, auf das Mittagessen muss das hungrige Team noch warten. Die Szene muss noch einmal nachgedreht werden: „Ich brauch noch eine für den Ton”, gibt der Tonprofi seine Anweisung. Martina Gedeck ist jetzt aber tropfnass - der Regenschirm hielt ihr den Platzregen nicht komplett vom Leib. Das heißt für das Team warten, denn die Schauspielerin muss in der Maske zunächst wieder in den trockenen „Urzustand” zurückversetzt werden.

Auch Dominique Merx und Sören Jost vom Jülicher THW, die eine kleine Rolle im Film haben, müssen noch warten. Die beiden Männer, die in einer späteren Szene mit dem Schlauchboot aufs Wasser fahren und dort Polizeitaucher ins Wasser setzen werden, lehnen sich auf der Treppe, die zur Brücke führt und auf der sie es sich bequem gemacht haben, noch einmal zurück.

Obwohl sie mit ihrem THW Fahrzeug bereits um vier Uhr morgens am Set waren, zeigen sie sich geduldig und von dem ungemütlichen Wetter unbeeindruckt - schließlich ist es auch für sie eine tolle Erfahrung bei einem Filmdreh mit dabei zu sein und mitzuspielen.
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