Jülich - Kabelklau kommt die Stadt Jülich teuer zu stehen

Kabelklau kommt die Stadt Jülich teuer zu stehen

Von: -vpu-
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Auf Kabel und Kupfer hatten es in den früheren Gebäuden der Sendeanlage Merscher Höhe mehrfach abgesehen. Foto: Jansen

Jülich. Die alte Rundfunksendeanlage soll langfristig ein interkommunales Gewerbegebiet werden. Kurzfristig erlauben die noch vorhandenen Gebäude auf der Merscher Höhe auch schon andere Nutzungen. So plant der Kreis Düren die zunächst provisorische Einrichtung einer Rettungswache. Das ist nicht neu.

Ein Gutachter hat empfohlen, eine der beiden Jülicher Wachen in Richtung Merscher Höhe zu verlagern. Diese Planung wird konkreter. Um aber eine neue Rettungswache zu bauen und zu betreiben, wäre Elektrizität durchaus hilfreich. Derzeit ist das ein Problem.

Der Kreis hat als Übergangslösung das alte Bürogebäude der Sendeanlage im Auge, um später eventuell ein neues Gebäude für die Wache zu bauen. Nun gab es auf der Merscher Höhe nach Informationen der Stadtverwaltung im Planungsausschuss mehrfach ungebetene Besucher in den vergangenen Wochen. Mehrfach sei es zu Schädigungen der Stromzufuhr gekommen. Warum?

Die Ganoven hatten es auf Kupferkabel im Gebäude abgesehen. Und damit sie bei ihrem Tun nicht der Schlag trifft, haben sie vorsorglich die Zuleitung gekappt. So schilderte das auf Nachfrage der Amtsleiter für Immobilienmanagement, Thomas Mülheims, am Montagabend im Ausschuss. Das kommt die Stadt teuer zu stehen, denn die Erneuerung der Stromzufuhr kostet „jedes Mal wieder“ zwischen 3000 und 4000 Euro.

Das soll jetzt nur noch einmal passieren: wenn die Arbeiten losgehen und zudem ein Sicherheitsdienst mit der Bewachung des Objektes beauftragt worden ist. Auch das kostet: 5000 Euro im Monat!

Das ist nicht alles. Auch bei den Gebäudeversicherungen muss die Stadt Jülich inzwischen deutlich mehr bezahlen. Die letzte Ausschreibung der Versicherungsleistungen habe eine Verteuerung von 170.000 auf 210.000 Euro pro Jahr durch die „schlechte Schadensbilanz“ zur Folge gehabt, sagte Mülheims. Die Kommunalpolitiker quittierten das mit ungläubigem Kopfschütteln.

Ansonsten ist die Vermietung des Bürogebäudes an den Kreis Düren „zu ortsüblicher Miete“ natürlich eine gute Sache, weil sie Einnahmen beschert. Die Immobilien befinden sich nach Angaben des Amtsleiter in „gutem baulichen Zustand“. Eine Baustelle gibt es: Das Flachdach im vorderen Bereich des alten Bürotraktes ist undicht und muss erneuert werden. Hier entstehen einmalige Kosten von 60.000 Euro.

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