Opherten - Junge Union: Jugendbewegung und Sprachrohr seit 1947

Junge Union: Jugendbewegung und Sprachrohr seit 1947

Von: ptj
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Prominente Köpfe bei der Jubiläumsfeier: (v.l.) sind Karl Schavier, der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen, JU-Bundesvorsitzender und MdB Paul Ziemiak, Vize-Landrätin Helga Conzen, JU-Kreisvorsitzende Dr. Julia Dinn, der Parlamentarische Staatssekretär und MdB Thomas Rachel, AC-Bezirksvorsitzender Marco Johnen, Jens Hövelmann und Jürgen A.C. Kreuzer zu sehen. Foto: Jagodzinska

Opherten. „Wir haben neue Impulse gesetzt. Eine Jugendbewegung war sieben Jahrzehnte Sprachrohr der Nation. Darauf können wir stolz sein“. Das betonte JU-Kreisvorsitzende Dr. Julia Dinn, Moderatorin der Jubiläumsfeier der Jungen Union im Kreis Düren im Capitelshof.

Der obligatorische Rückblick gestaltete die JU-Kreisvorsitzende als Powerpointpräsentation mit Historie, Pressewand und Anträgen, aktiver Öffentlichkeitsarbeit mit „coolen Logos“ und der Aufgabenverteilung im Kreisvorstand, zusammengefasst „Politik mit Humor seit 1947“.

Was macht die JU aus? „Wir streiten leidenschaftlich um Konzepte, Ideen, für unsere Region, unsere Heimat. Wir schaffen ein Forum, einen Ort der Begegnung und wir stellen uns dem politischen Diskurs“, charakterisierte Dinn die 1972 fusionierte Jugendbewegung auf Kreisebene.

„Wir sind gerne Triebfeder und Kraftquelle und auch mal Stachel im Fleisch, aber nicht aus Selbstzweck“, setzte sie nach. Würze des Rückblicks war eine Gesprächsrunde mit ehemaligen und aktuellen JU-Mitstreitern, die alle mehr oder weniger zufällig in der JU landeten.

Karl Schavier (Kreisvorsitzender 1977) erinnerte an die vielen entstandenen Freundschaften, „mit denen wir wirklich Schlachten geschlagen haben. Wenn es wirklich schwierig wurde, hatten wir Jürgen A.C. Kreuzer immer noch in der kräftigen Hinterhand“, amüsierte er sich. Kreuzer war letzter Jülicher JU-Kreisvorsitzender, managte die Fusion und stellte bei der Jubiläumsfeier seine Leidenschaft im Streiten mehrfach unter Beweis.

„Es gab so viele Momente, die so toll waren, in denen wir so viel Spaß hatten“, erinnerte sich Jens Hövelmann (Vorsitzender 1995). „Die schönsten Momente waren, wenn man den Zusammenhalt gespürt hat“, meinte Dinns Vorgänger Marco Johnen, jetzt Vorsitzender im Bezirksverband Aachen. „Wir haben viel erreicht“, betonte die stellvertretende Landrätin Helga Conzen.

Kritik an Müllbeseitigungskonzept

„Etwa den Jugendzeltplatz Hürtgenwald, den gibt es heute noch“. In einer flammenden Rede veranschaulichte Ehrengast Thomas Rachel, (1985 Kreisvorsitzender) heute MdB und Parlamentarischer Staatssekretär, die Anfänge der JU nach der „moralischen Katastrophe des Nationalsozialismus“. Jülich und Düren waren zu 99 Prozent zerstört. „Da haben sich junge Leute im Widerstand getroffen, geeint im christlichen Glauben, orientiert am christlichen Menschenbild.

Sie erteilten eine klare Absage an jeden Nationalismus und wollten das Schicksal in Europa gemeinsam in die Hand nehmen“. Rachel erinnerte an internationale Menschenrechtsaktionen für Inhaftierte, an das Positionspapier zur Braunkohle, in dem die JU einen eigenen Standpunkt bezog, obwohl dieser „ein Stück an der Mutterpartei vorbei ging“, oder an die Kritik am Müllbeseitigungskonzept des Kreises. Neben der erwähnten Leidenschaft im Streiten betonte Rachel die Fähigkeit der JU, zu „moderieren und trotzdem zu einem Ergebnis mit Mehrheitsbildung zu kommen“.

Rachel blickte in Zeiten einer infrage gestellten Wertebasis auf „grundsätzlichere Herausforderungen“, als er betonte: „Wir brauchen auch heute Veränderungen“. Als zweiter Ehrengast rief JU-Bundesvorsitzender und MdB Paul Ziemiak in Erinnerung, dass „wir schon immer weiter gedacht haben“.

Bereits 1971 seien Umweltschutz und Nachhaltigkeit Thema in der JU gewesen, 1973 beantragte die JU in NRW, die Oder-Neiße-Grenze anzuerkennen. Auch habe die Junge Union „bis zum Schluss für die Deutschen Einheit gearbeitet und historisch mit Helmut Kohl Recht behalten“.

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