Junge Union: Ahaus ist die beste Lösung

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Jülich. Die Junge Union (JU) Jülich hält den Transport der Castor-Behälter von Jülich nach Ahaus für die beste Lösung. Das ist das Ergebnis der jüngsten Vorstandssitzung.

Besonderen Wert legen die jungen Christdemokraten darauf, dass die öffentliche Debatte ideologiefrei und unabhängig von der persönlichen Einstellung zur Atomkraft geführt werde. „Die Brennelemente sind einmal da und können nicht wegdiskutiert werden, deswegen müssen wir nun rational darüber entscheiden, wo die vorhandenen Altlasten am besten untergebracht werden können”, so der JU-Vorsitzende Marco Johnen.

Wichtigstes Kriterium sei selbstverständlich die Sicherheit. Die JU könne sich aber nicht - wie das Aktionsbündnis „Stop Westcastor” - für den Verbleib der Castoren in Jülich aussprechen. Stattdessen erwarte man auch vom Aktionsbündnis, sich vernünftigen Argumenten nicht zu verschließen.

Die Konzentration der Brennelemente in Ahaus sei nicht nur die sicherste Lösung, sondern auch die wirtschaftlichste. Statt überall im Land radioaktives Material in kleinen Zwischenlagern unterzubringen, sollte es auf möglichst wenige Standorte konzentriert werden.

Einen Neubau, der den neuesten Sicherheitsstandards entsprechen würde, schätzen die Nachwuchspolitiker als zu kostspielig ein. „Neben dem Bau eines neuen Zwischenlagers in Jülich oder der Sanierung des alten Lagers sind weitere die Folgekosten zu berücksichtigen. Zum Beispiel müsste das Lager über Jahrzehnte im Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr bewacht werden”, erklärte Dominik Felske.

Langfristig würden diese Kosten weit über dem liegen, was für einen Transport nach Ahaus anfalle. Darüber hinaus ergänzte Maurice Nuys, dass d Ahaus als reines Zwischenlager ausgelegt sei und keine Forschungseinrichtung sei.

Mit Blick auf die geplanten Demonstrationen erwarte die Junge Union, dass das Interesse der Jülicher Bürger an einem neuen Zwischenlager sich wohl eher in Grenzen halten werde.
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