Linnich - Junge Szene ist in Linnich „unauffällig“

Junge Szene ist in Linnich „unauffällig“

Von: ojo
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Linnich. „Linnich ist eine sehr unauffällige Stadt.“ Wenn Polizeihauptkommissar Hans Bläsen das von seinem Bezirksdienstbereich sagt, ist das ein Kompliment. In dem Städtchen an der Rur gibt es weder nach Erkenntnis der Polizei noch aus Sicht des Kreisjugendamtes ein signifikantes Aufkommen an Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen.

 Diese einhellige Einschätzung war das Ergebnis einer intensiveren Betrachtung der Szene, die im vergangenen Jahr von der Linnicher SPD-Fraktion beantragt worden war. Der übereinstimmende Bericht aus unterschiedlichen Institutionen wurde unlängst vom Ausschuss für Familie, Jugend, Senioren und Soziales mit Erleichterung aufgenommen.

Allerdings wollte der Ausschuss künftig die Zeitspanne zwischen Antrag und Ergebnis deutlich verkürzen. Künftig wird ein Mitglied aus jeder Ratsfraktion einen Platz im Arbeitskreis einnehmen, der sich mit der Jugendproblematik befasst. Das soll einer schnelleren Information dienen.

Insgesamt, schilderte PHK Bläsen im Ausschuss, sei die Situation an den beiden weiterführenden Schulen der Stadt „sehr entspannt“. Das schreibt der Bezirksdienstbeamte nicht zuletzt auch seiner Präsenz an den Schulen zu. Aber auch an der LVR-Förderschule, wohin die Jugendlichen ihren nachmittäglichen Treffpunkt verlagert hätten, ist soweit alles im Bereich des Normalen. „Dort ist mit den Jugendlichen gesprochen worden“, sagte Bläsen.

Niemand, auch nicht die Schulleitung, habe etwas dagegen, dass sich die Jugendlichen dort treffen. Es werde aber Wert darauf gelegt, dass keine unliebsamen Spuren zurückblieben. Den Jugendlichen sei dies eindeutig klar gemacht worden mit der Konsequenz, dass sie „schwarze Schafe“ eigenständig zur Räson bringen sollten. Diese Selbstdisziplin funktioniert nach Bläsens Ansicht ausgesprochen effektiv.

Randale an der Rur

An der generellen Beurteilung, dass die Linnicher „Szene“ unauffällig ist, ändern nach Ansicht der Fachleute auch Beobachtungen nicht, die Kurt Beaujean wiedergab. Der Vorsitzende des Stadtmarketing-Vereins „Wir in Linnich“ äußerte den Eindruck, dass sich „mutwillige Zerstörung und Zerstörung“ in den Bereich Rurallee/Rurdamm verlagert hätten.

Mehrfach seien massive Holzbänke, die der Verein von der Rurallee Richtung Rurwehr aufgestellt hatte, Ziel von Zerstörungswut geworden. Außerdem werde der Wanderweg bis zum Wehr offenbar als Rennstrecke für frisierte Mofas missbraucht.

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