Junge Philharmonie Köln in der Schlosskapelle

Von: rb
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Aufführung der Jungen Philharminie Köln in der Schlosskapelle der Zitadelle. Foto. R. Blanche

Jülich. Es ist schon etwas ganz Besonderes, wenn die Junge Philharmonie Köln in der Jülicher Schlosskapelle aufspielt. Und da die jungen Ausnahmemusiker dem Jülicher Publikum durch unvergessliche Darbietungen bereits bestens bekannt sind, spielte man am vergangenen Sonntag wieder einmal vor ausverkauftem Haus.

Leiter und Dirigent Volker Hartung machte die vielen Gäste spontan mit den einzelnen Musikern, die zum Großteil Studierende an der Kölner Musikhochschule sind, bekannt, und fortan stand nur noch die Musik im Mittelpunkt. Passend zur Jahreszeit präsentierte man Werke von Mozart, Corelli, Händel sowie Rachmaninow unter dem Titelthema „Eisblumen“, beginnend mit Antonio Vivaldis „L’Inverno – Der Winter“ aus „Die vier Jahreszeiten“.

Immer wieder ein Hochgenuss ist es, die mitreißende, jugendliche Spielfreude jenes Orchesters zu erleben, das bereits rund um den Globus die Zuhörer begeisterte und sogar einmal von Cary Grant spontan auf der Straße dazu eingeladen wurde, bei den Filmfestspielen in Cannes zu musizieren.

Frei von jeglicher Affektiertheit, wie man sie sonst manchmal bei klassischen Konzerten antrifft, ließ sich das Jülicher Publikum vollkommen von der Lockerheit der Philharmoniker mitreißen. „Musik als Abenteuer zu erleben“, lautet das Credo, und so spielte man auch bereits als Festival- und Fernsehorchester in Alfred Bioleks Kultsendung „Bio’s Bahnhof“ oder unter der Leitung des britischen Ex-Premiers Sir Edward Heath.

Vom hohen künstlerischen Niveau des Konzerts zeigten sich die Zuhörer besonders beeindruckt und spendeten ein ums andere Mal lange anhaltenden Applaus.

Im Jahr 1972 war der Solo-Kontrabassist des Tonhalle-Zürich-Orchesters Erich Kluge es leid, als fest angestellter Musiker zu arbeiten, und so trommelte er junge musikalische Talente zusammen und gründete sein „Abenteuerorchester“, darunter auch der damals 17-jährige Volker Hartung.

In der Hoffnung, dass die Junge Philharmonie Köln bei allen musikalischen Abenteuern in der ganzen Welt, auch immer wieder ihren Weg nach Jülich finden möge, verabschiedete sich das restlos begeisterte Publikum in der Schlosskapelle mit einem tosenden Applaus als Dank für ein vorzügliches Musikerlebnis.

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