Jülich - Junge Musiker verzaubern ihr Publikum

Junge Musiker verzaubern ihr Publikum

Von: Hilde Viehöfer-Emde
Letzte Aktualisierung:
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Johanna Ponzer, Lukas Wittrock und Alexander Krimer (v.r.) begeisterten das Publikum in der Jülicher Schlosskapelle und Commerzbank-Direktor Herbert Wermeester. Foto: Emde

Jülich. Alljährlich lädt die Commerzbank-Filiale Jülich zu einem kulturellen und gesellschaftlichen Highlight ein. Direktor Herbert Wermeester begrüßte viele Gäste in der Schlosskapelle der Zitadelle, die sich mit ihm auf die jungen Talente freuten, die den Abend musikalisch gestalten sollten.

Wieder einmal waren es junge Musiker, die wie in den Vorjahren - bei den Konzerten der Dresdner Bank - Stipendiaten der Jürgen-Ponto-Stiftung waren.

Den ersten Teil des Konzertes bestritt das Duo Lukas Wittrock (Violoncello) und Alexander Krimer (Klavier). Beide Künstler sind erst 15 Jahre alt, treten jedoch schon seit 2006 regelmäßig gemeinsam auf und werden seit 2010 von der Stiftung gefördert. Sie errangen bereits viele Preise und Auszeichnungen.

Sie boten ein ausgewogenes, anspruchsvolles Programm mit dem Divertimento D-Dur von Josef Haydn, bei dem sie schon ausgezeichnetes Zusammenspiel demonstrierten.

Großes musikalisches Ausdrucksvermögen bewiesen sie bei dem Satz aus Edvard Griegs Sonate für Violoncello, einem technisch äußerst schwierigen Satz. Besonders interessant und ungewöhnlich war „Dream of Africa”, ein zeitgenössisches Werk, das der Komponist David P. Graham den jungen Musikern gewidmet hat. Die Sprache eines afrikanischen Stammes und seine Lieder werden aufgegriffen und in eine musikalische, ausdrucksstarke Musiksprache umgesetzt.

Mit virtuoser Brillanz wurden die romantischen Klänge aus dem Konzert für Violoncelle Nr.1 in g-moll von Dimitri Kabalewski mit dem Allegrosatz zelebriert.

Beide jungen Instrumentalisten überzeugten das Publikum durch ausgefeilte Technik und großes musikalisches Vermögen. Die Ausnahmetalente wurden mit begeistertem Beifall belohnt.

Den zweiten Teil des Konzertes bestritt die gerade 18-jährige Johanna Ponzer an der Harfe. Sie wählte Werke aus, die besonders den Klang und Zauber der Harfe präsentierten. Sie musizierte mit schon großer Selbstsicherheit und Reife die Sonate in c-moll von Sophia Corri Dussek, ein Impromptu-Caprice von Gabriel Piern und die Phantasie in c-moll von Louis Spohr.

Die zarten Harfenklänge und die Leichtigkeit des Spiels, das die schwierigen Passagen vergessen ließ, faszinierten die Zuhörer. Auch die modernen Werke von Louis Spohr, Benjamin Britten und Gabriel Fauré klangen noch „schön”, wie die Künstlerin erklärte. Es war eine Freude zu sehen, wie sie eins war mit ihrem Instrument und fast tänzerisch ihre Musik lebte. Selbst klangverliebt in die Harfentöne verzauberte sie mit diesen auch die Zuhörer in der Schlosskapelle.

Langanhaltender Applaus dankte den jungen Künstlern und den Gastgebern für einen außergewöhnlichen Konzertabend, der in der Vorweihnachtszeit bestens auf das Fest einstimmte.
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