Junge Menschen sollen öffentliche Anlaufpunkte nutzen

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Katarina Esser, Leiterin des Amtes für Familie, Generationen und Integration, in deren Verantwortung dieses Projekt fiel und Bürgermeister Axel Fuchs eröffneten die Außenausstellung „Checkpoints Jülich!“ Foto: Król

Jülich. Jugend braucht Kreativität. Sie braucht Action und Bewegung. Sie braucht Raum. Sie braucht einen Ort zum Chillen, und ganz wichtig: Sie braucht auch Mitbestimmung. Diese Aussagen waren das Ergebnis der Werkstatt Vielfalt, einem Projekt, das von der Robert Bosch Stiftung gefördert wurde.

37 Schüler und Schülerinnen der weiterführenden Schulen im Jülicher Stadtgebiet hatten an dieser Ideenwerkstatt teilgenommen und sich im Verlauf des Jahres mit den Plätzen beschäftigt, an denen sie sich bevorzugt treffen. Was gibt mir dieser Platz? Was bedeutet er mir und anderen? Was macht ihn aus? Und was wünsche ich mir dort?

Das hatten sie hinterfragt und dabei ihre Hoffnungen, Wünsche, Ideen zusammengetragen. In fünf Gruppen, unterstützt von Fachkräften aus der offenen Jugendarbeit und Sozialarbeiterin der Schulen, hatten sie daran gearbeitet und ihre Treffpunkte an der Kopernikusstraße, dem Sportplatz an der Schirmerschule, dem Schwanenteich, dem Schulzentrum und dem Pfarrheim Bourheim unter die Lupe genommen.

Verarbeitet wurden auch ihre Erfahrungen dort, die nicht immer gut sind. So machten sich die Jugendlichen der Kopernikusstraße mit einer Couch auf, inspiriert von den vielen Verbotsschildern, die sie dort umgeben. Es entstanden etliche Fotos, auf denen sie deutlich machen, dass sie auch Raum zum Chillen brauchen.

Diese Fotos, Texte und Bilder schmücken sechs große Transparente einer Außenausstellung, mit der die Jugendlichen am Schlossplatz auf ihre Belange aufmerksam machen wollen. „Checkpoints Jülich“ haben sie sie getauft und stellten zur Ausstellungseröffnung sich und die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Zunächst hieß Bürgermeister Axel Fuchs die zahlreichen Gäste aus Politik, Jugendarbeit und den Schulen willkommen. Sein besonderer Gruß galt den Jugendlichen, die an dieser Werkstatt mitgewirkt hatten.

„Die Wünsche und Ideen sind allgemein für Jugendliche gültig und ich hoffe, dass damit eine Diskussion angestoßen wird, was Jugendliche brauchen“, meinte Fuchs. Er betonte außerdem, dass dies eine interkulturelle Initiative sei, die für die Vielfalt in der Stadt steht. Außerdem werden die Ergebnisse dieser Arbeit in das Projekt „Zukunftsstadt Jülich“ mit einfließen. Kurz stellten die Jugendlichen ihre Arbeiten noch selbst vor und vier Mädchen hatten sogar eine Tanzdarbietung einstudiert. Kr.

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