Junge Energiedetektive sollen Verschwendung in Jülich aufdecken

Von: Karl Stüber
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Die Umwelt und auch das Wohl der Stadt und ihrer Einwohner im Blick: Umweltbeiratsvorsitzender Georg Schmitz. Foto: Stüber

Jülich. Geht es um Energiesparen, muss das Rad nicht neu erfunden werden. Das weiß Georg Schmitz. Der Vorsitzende des Umweltbeirates der Stadt Jülich spricht vom so genannten Öko-Schulprogramm.

Andere Kommunen haben das schon längst erfolgreich umgesetzt. Die Stadt Regensburg - um nur ein Beispiel zu nennen - ist stolz darauf, mit diesem Programm „einen soliden Grundstein zur Senkung des Energie- und Wasserverbrauchs sowie der Abfallmengen an den öffentlichen Schulen gelegt” zu haben.

Regensburg führt den Grundsatz des Bildungsreformers Johann H. Pestalozzi ins Feld, der von „Lernen mit Kopf, Herz und Hand” sprach. Gemeint ist damit, dass möglichst viele Schüler, Lehrer und Hausmeister an diesem Programm beteiligt werden, das versucht, ökologische, ökonomische und pädagogische Elemente miteinander zu verbinden. Will wohl sagen: Wer in der Schule den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen lernt, der weiß auch, wie es zu Hause geht.

So wundert es doch sehr, dass die Stadt Jülich nicht schon längst auf diesen Trip gekommen ist. An Versuchen in der Vergangenheit hat es nicht gefehlt, wie der Vorsitzende des Umweltbeirates in Erinnerung ruft: „Wenn man das Öko-Schulprogramm gewollt hätte, hätte man das schon längst auf den Weg bringen können.”

Der Umweltbeirat habe seit etwa 15 Jahren vergeblich versucht, die Sache ins Rollen zu bringen. Gestiegene Energiekosten und Sparzwänge haben offenbar für ein Umdenken gesorgt, freut sich Schmitz für sein Gremium - und will nicht nachkarten. „Mittlerweile wird dem Beirat seitens der Parteien und Fraktionen mehr Interesse entgegengebracht.”

Die Grundidee eines Ökoschulprogramms stammt laut Schmitz aus Skandinavien. Sehr aktiv sei in Jülich das Gymnasium Zitadelle. Durch einfache technische Maßnahmen (Messgeräte) und Förderung eines kritischeren Bewusstseins an allen städtischen Schulen könnten nach Überzeugung des Umweltbeirates pro Jahr rund 120.000 bis 150.000 Euro gespart werden.

Wer aber schlichtweg den Verbrauch unkritisch und einfach bezahlt bekomme, der werde würde auch nur schwerlich aktiv. „Was könnten wir mit diesem Geld nicht alles machen”, sagt Schmitz. Dabei müsse man natürlich jede Schule auf Grund ihrere Eigenheiten für sich betrachten.

Mit geringen Investitionen, aber entschlossenem persönlichem Engagement sei viel zu erreichen.
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