Junge Christen erinnern an Jesu Leiden

Von: ptj
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Im Gedenken an das Leiden und Sterben Jesu Christi hielten Teilnehmer des Jugendkreuzwegs an sieben Stationen in Jackerath inne. Foto: Jagodzinska

Jackerath. „Siehst Du mich?” - Diese Frage stand über dem 51. Ökumenischen Jugendkreuzweg, der traditionell am Freitag vor Palmsonntag in ganz Deutschland, aber auch in den Beneluxländern, in Österreich und der Schweiz, begangen wird.

In der Region zogen Jugendliche und erwachsene Begleitpersonen unter anderem in Jackerath, St. Franz Sales in Jülich und vom Altort Pier nach Inden/Altdorf mit dem Kreuz und den sieben abstrahierenden Motivtafeln vom Abendmahl bis zur Grabesruhe.

Mit außergewöhnlich strahlenden Farben wollte die Künstlerin Cynthia Tokaya in ihrer Deutung der Leidensgeschichte vom Ende her die froh machende Botschaft ausdrücken. Doch thematisch geht es zunächst ums Ausgrenzen und Aushalten. „Du gehörst dazu!” war Titel der ersten Station, gefolgt von „Du hast die Wahl”.

Zwei Sprecher beschrieben jeweils die Spannung zwischen der Situation Jesu, der verraten, geschlagen, verspottet und schließlich gekreuzigt wurde, und vergleichbaren Situationen im Leben jedes Menschen. Ein Beispiel: „Ich habe mich gezeigt, wie ich bin. Jetzt bin ich zwischen die Fronten geraten. Egal, was ich tue, es ist doch falsch. Ich habe keine Kraft mehr. Wie sehr wünschte ich mir dann einen Arm, der sich um mich legt.”

Station fünf behandelte schließlich das Hauptthema: „Siehst Du mich?” als unsere Frage an Jesus, aber auch seine an uns. „Welche Antwort geben wir ihm darauf in unserem Leben?”. Mit der Beantwortung dieser sehr persönlichen Frage beschäftigte sich ein besinnlicher Text, den Gemeindereferentin Hildegard Storch an jeder Station mit den Teilnehmern betete.

An jeder Station stellten sich auch die Vorbeter der vorherigen Stationen mit ihrem Bildmotiv neben das Kreuz, so dass beim Epilog am wieder erreichten Ausgangspunkt Kirche alle Bildtafeln aufgereiht waren.

Während der Leiter des veranstaltenden Sachausschusses Kinder- und Jugendarbeit Titz, Werner Hompesch, in der Einführung auf die Entstehungsgeschichte des Jugendkreuzweges in der ehemaligen DDR eingegangen war, kam die Gemeindereferentin am Ende auf das biblische „Brotbrechen” zurück.

Agapefeier zum Abschluss

Das Paschamahl, das im gemeinsamen Mahl vor der Flucht und der Befreiung aus der Knechtschaft in Ägypten wurzelt, deutete Jesus im christlichen Abendmahl, beziehungsweise der Feier der Eucharistie neu. Eine Agapefeier mit gemeinsamem Brotbrechen als Zeichen der Liebe zu Gott und der Verbundenheit untereinander schloss sich dem Jugendkreuzweg an.
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