Junge Artisten aus Gevenich begeistern im Circus Liaison

Von: Kr.
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Keine Angst vor großen Schlangen bewiesen schon die Kleinsten der Kita „Villa Käferkinder“ in Gevenich bei ihrem großen Zirkusauftritt. Foto: Kròl

Gevenich. Einmal als Clown in einer richtigen Manege stehen, als Dompteur im Umgang mit Tieren seinen Mut beweisen, über ein Drahtseil balancieren oder sogar mit einer echten Schlange im Rampenlicht stehen: Welches Kind träumt wohl nicht manchmal davon? Für die Mädchen und Jungen der städtischen Kindertagesstätte „Villa Käferkinder“ wurde dieser Traum wahr.

Selbst die Kleinsten waren schon mit von der Partie, als der Circus Liaison in ihrer Einrichtung zu Gast war und mit den 55 Kindern und ihren zehn Erzieherinnen und einem Erzieher sich auf den ganz großen Auftritt vor Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunden vorbereitete.

Eine Woche lang wurde eifrig geprobt und im Kindergarten und sicherlich auch zu Hause gab es kein anderes Thema als „Zirkus“. Zunächst einmal stellte Zirkusdirektor Alfons Spindler mit Tochter Widney sowie Laura Renz das Programm vor. Dann durften die Kinder selbst entscheiden, bei welchem Auftritt sie dabei sein wollten und schon ging es an die Arbeit. Sie lernten nicht nur die einzelnen Kunststücke, sie erfuhren auch, wie sich ein echter Artist verhält. Dem Publikum nicht den Rücken zukehren, lächeln, die Arme nach einem gelungen Kunststück hochrecken und sich natürlich auch verbeugen.

Sie lernten mit den drei Ziegen und den vier Hunden umzugehen und die ganz mutigen, die beim Schlangentanz mit dabei waren, durften auch die Schlange halten.

Mit Feuereifer waren sie bei der Sache und einige, die ansonsten oft eher scheu und zurückhaltend waren, wuchsen regelrecht über sich hinaus. „Das stärkt das Selbstbewusstsein“, betonte Kita-Leiterin Beatrix Breuer-Stuplich.

Sie berichtete, dass die Idee, einen Zirkus einzuladen, schon lange in den Köpfen der Kolleginnen und des Kollegen herumspukt. Nun hat man es endlich geschafft. Dies war natürlich nur mit der großzügigen Unterstützung einiger Sponsoren möglich. Auch die Eltern hatten ihren Beitrag geleistet und vor Weihnachten Plätzchen gebacken, die man im Dorf verkauft hatte. 600 Euro waren so zusammengekommen, die den finanziellen Grundstock bildeten.

Nun stand dann endlich das bunte Zirkuszelt auf der Wiese hinter dem Kindergarten. Es duftete nach Popcorn und Zuckerwatte und rappelvoll war das Zelt mit Zuschauern, die die kleinen Artisten erleben wollten. Es klappte dann auch alles wie am Schnürchen, angefangen bei den Drahtseilartisten, den Akrobaten mit ihren Hula-hupp-Reifen, der Hunde- und der Ziegendressur bis zum Schlangentanz.

Die Clowns gaben ihr Bestes und lösten wahre Begeisterungsstürme aus. Auch der Zirkusdirektor war mit der Vorstellung rundum zufrieden. Für seinen kleinen Familienzirkus, der seit fünf Generationen betrieben wird, sind die Besuche und solche Projekte an Schulen und Kindergärten ein zweites Standbein, um überleben zu können. Natürlich muss er mit so kleinen Artisten die Messlatte deutlich niedriger legen, doch auch ihm bereitete es sehr viel Freude, mit den Kindern zu arbeiten.

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