Jülich - „Juliacum Brassers“ am Donnerstag in Christuskirche

„Juliacum Brassers“ am Donnerstag in Christuskirche

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Zwei Trompeter, ein Posaunist und ein Hornist: Das sind die Juliacum Brassers, die sich heute Abend in der Christuskirche auf ihrer ganz eigene Weise mit Martin Luther beschäftigen. Foto: Stephanie Büttgen

Jülich. Wie schon im September der vergangenen neun Jahre laden die vier professionellen Musiker, die das Blechbläserquartett „Julia­cum Brassers“ bilden, zu ihrem Jahreskonzert ein. Es beginnt am heutigen Abend um 19 Uhr Jülich.

Das Quartett hat es sich in diesem Jahr, dem 500. Reformationsjubiläum, nicht nehmen lassen, dem großen Reformator Martin Luther zu huldigen: und zwar in der Christuskirche, Düsseldorfer Straße 30. Die vier Musiker haben angekündigt, sich der Person Martin Luther zu nähern und dessen Lebensgefühl in seiner Kirche im 16. Jahrhundert nachzuspüren. So wird erwartungsgemäß Musik von vor 500 Jahren zu hören sein, auch aus Luthers Feder höchstpersönlich.

Das genügt den Juliacum Brassers nach eigenen Aussagen allerdings nicht. Es werden Werke aus verschiedenen Epochen erklingen, die aber immer wieder Bezug nehmen auf die spätmittelalterlich ge-prägte Kirche und die damaligen Menschen in ihrer Erlebenswelt.

Weinselig im zweiten Teil...

Wer die Viererbande kennt, ahnt schon, dass es nicht bierernst bleiben wird; nein, es soll in der zweiten Abteilung auch recht weinselig zugehen, denn auch der Doktor Martinus war ein Freund dieses berauschenden Getränks. So wird nicht nur der Strauß‘sche Konzertwalzer „Wein, Weib und Gesang“ zu hören sein, sondern gleich eine ganze Suite, deren einzelne Sätze jeweils verschiedenen Rebensäften gewidmet sind.

Alle Stücke, die gespielt werden, mussten aber erst für das Ensemble passend bearbeitet werden, eine gewaltige Aufgabe, die zum allergrößten Teil vom Posaunisten der Gruppe, Johannes Meures, mit spitzer Feder bewältigt wurde. Zwei Meisterstücke seiner Arrangierkunst im Programm werden laut Juliacum Brassers der Danse macabre von Camille Saint-Saëns, bei dem Johannes die Komposition für großes Orchester für sein Quartett mundgerecht zurechtgerückt hat, sowie eine bezaubernde Bearbeitung der Rockoper Jesus Christ Superstar sein.

Der Hornist, der Posaunist und die beiden Trompeter haben eine stetig wachsende Fangemeinde aus Nah und Fern an, wünschen sich aber „viele fremde freundliche Gesichter im Publikum der stimmungsvoll beleuchteten Kirche“.

Der Eintrittspreis beträgt 10 Euro/5 Euro.

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