Inden/Langerwehe - Jugendliche kämpfen gegen Mobbing

Jugendliche kämpfen gegen Mobbing

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Großer Bahnhof in Inden/Altdo
Großer Bahnhof in Inden/Altdorf für die Island-Fahrer: Die 39-köpfige Delegation der evangelischen Kirchengemeinde Inden-Langerwehe machte sich mit Bus und Flugzeug auf den Weg nach Reykjavik. Foto: Wolters

Inden/Langerwehe. Kurz vor Mitternacht sollte die Delegation der Evangelischen Kirchengemeinde Inden-Langerwehe fahrplanmäßig in der isländischen Hauptstadt Reykjavik landen, wo der Gegenbesuch beim isländischen Jugendverband Aeskv erfolgt.

Der Jugendaustausch mit Island ist ein Projekt, das durch das EU-Programm „Jugend in Aktion” gefördert wird. Beim Besuch der isländischen Jugendgruppe im vergangenen Jahr übernachteten Gastgeber und Gäste gemeinsam in der evangelischen Kirche in Langerwehe. Hauptthemen des Jugendaustauschs waren seinerzeit Umweltschutz, Menschenrechte und europäische Identität.

Die gut 30 Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren, die sich am Freitag zunächst mit dem Bus zum Flughafen Brüssel aufmachten, nahmen auch im vergangenen Jahr teil und waren schon sehr gespannt, ihre gleichaltrigen isländischen „Projektpartner” in deren Heimatort wiederzusehen.

Um an den Erfolg der Premiere anzuknüpfen, steht diesmal ein Thema auf der Agenda, das eine traurige Aktualität besitzt: Mobbing. „Jugend gegen Mobbing - Eine Menschenrechtskampagne gegen Diskriminierung und Ausschluss” ist der Besuch überschrieben.

So werden die Jugendlichen gemeinsam konkrete Methoden entwickeln, wie Mobbing verhindert werden und wie Opfern von Mobbing geholfen werden kann. Als Erkennungszeichen tragen die Islandfahrer aus dem Kreis Düren blaue Kapuzenjacken mit einer Aufschrift, die sich gegen Mobbing wendet und für Respekt wirbt.

Angeführt wird die Reisegruppe von Pfarrer Daniel Müller Thór, dessen Gattin Sjöfn Isländerin ist und engen Kontakt zu ihrer Heimat hält. In die Betreuung der Jugendlichen eingebunden sind außerdem Renate und Christoph Wesemann sowie Andrea Bönsch.

Um die Reisekosten für alle Teilnehmenden erträglich zu gestalten, hatten die Jugendlichen ein Familienfest organisiert und Kochbücher mit isländischen Rezepten verkauft. Die Jugendlichen arbeiten übrigens nicht nur im stillen Kämmerlein, sondern planen auch Plakate und kurze Videos, die ins Internet gestellt werden. Zudem soll eine große Abschlussdemons-tration in der Innenstadt von Reykjavik ein sichtbares Zeichen gegen Mobbing und für Respekt setzen.
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