Jugendliche auf Spurensuche in Auschwitz

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Titz. „Wir hatten das große Glück, mit einem Zeitzeugen reden zu dürfen, der es geschafft hat, aus dem KZ zu flüchten. Seine Geschichte ähnelte einem Horrorfilm und gleichzeitig einem Wunder. Diese Erfahrung wird mich mein Leben lang prägen“, schreibt eine der Teilnehmerinnen der Fahrt in ihrem Rückblick auf die Erlebnisse in Auschwitz.

In den Osterferien hatten sich Jugendliche aus Titz, Jülich und Mönchengladbach gemeinsam auf den Weg nach Polen gemacht, wo sie auf Spurensuche gingen.

Aufklärung nicht nur in der Schule oder im Fernsehen, sondern vor Ort erleben und dabei direkt und unverfälscht persönliche Eindrücke und Erfahrungen sammeln – dies ist die Absicht der Initiatoren der Fahrt, Rolf Sylvester, Offene Jugendarbeit der Gemeinde Titz, Tobias Storms, „B.haus“ der Evangelischen Kirchengemeinde aus Jülich, und Achim Voiß, in Titz lebender Diakon der Pfarre St. Benedikt in Mönchengladbach. Zur Gruppe gehörten auch drei Jugendliche muslimischen Glaubens mit familiären Migrationshintergrund, die, wenn auch in Deutschland aufgewachsen, einen anderen Blickwinkel mit in die Gruppe brachten, was interessant und bereichernd war.

Die Tage in Owicim, wie Auschwitz heute heißt, begannen noch vor dem Frühstück mit dem „Morgenimpuls“. Der staatlich organisierte Massenmord, der Holocaust, entzieht sich jeder menschlichen Vorstellungskraft. Der Morgenimpuls sollte helfen, am Beispiel von Opfern des Holocausts wie Maximilian Kolbe die unfassbare Zahl von über sechs Millionen Ermordeten greifbar zu machen.

Eine Exkursion nach Krakau sowie je zwei Besuche im sogenannten Stammlager und in Ausschwitz-Birkenau waren neben Filmen und dem Zeitzeugengespräch weitere Bestandteile des Programms.

Zur gleichen Zeit, in der die Jugendlichen in Auschwitz deutschem Naziterror begegneten und im Dialog mit anderen versuchten, für Toleranz und Miteinander zu werben, ereigneten sich die Terroranschläge in Brüssel. AfD, Pegida, Attentate auf Asylbewerberunterkünfte machen deutlich, wie wichtig Aufklärungsarbeit auch hierzulande ist.

Berichte und Bilder der Fahrt zum Nachlesen gibt es auf der Facebookseite OJA Titz.

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