Jugenddisco am Schlossplatz: Hätz in der Hand und Plastik unter´m Arm

Von: Daniela Martinak
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Vorbildliches Verhalten: Erfrischende Getränke, natürlich in Plastikflaschen abgefüllt, nahmen die bunt kostümierten Jugendlichen mit in die Zeltdisco auf dem Jülicher Schlossplatz. Foto: Martinak

Jülich. Et Hätz in der Hand und die Plastikflasche unter dem Arm machten sich wieder zahlreiche Jugendliche einen tollen Altweibertag in der Jugenddisco auf dem Schlossplatz. Das Glasflaschenverbot sorgte für sicheren Spaß ohne Glas.

Angestoßen wurde allerdings zu Hause, denn „Sekt aus Plastikflaschen geht mal gar nicht“. Schließlich herrschte auch in diesem Jahr wieder striktes Glasverbot auf dem Schlossplatz und auch drum herum. Und auch wenn dort vor Ort dann eben nicht zugeprostet werden konnte und auch Klopfer nicht an den Sicherheitsleuten vorbei geschmuggelt werden konnten – Spaß hatten sie allemal. Vanessa: „Ich finde es super, dass nur Plastikflaschen mit hierher gebracht werden dürfen. Das Risiko, dass sich jemand verletzt ist einfach zu groß. Das hindert ja niemanden daran trotzdem ein bisschen trinken zu können und zu feiern.“

Bereits seit 19 Jahren findet auf dem platz die Jugenddisco im Zelt statt. Mittlerweile hat das Zelt Statussymbol bei den Heranwachsenden. Elisabeth Fasel-Rüdebusch vom Organisationsteam (Das Amt für Familie, Generationen und Integration und die Stadt veranstaltet die Party alljährlich) wusste warum: „Die Zeltdisco dürfen Jugendliche ab zwölf Jahren besuchen. woanders kommen sie in dem alter ja auch nicht hinein. Unser Konzept geht Jahr für Jahr auf.“

Allerdings hat sich auch etwas verändert. Fasel-Rüdebusch: „die Gäste werden immer jünger. Inzwischen kommen tatsächlich hauptsächlich Zwölfjährige hierher. Die Älteren kommen mal rein bleiben ein bisschen und ziehen dann weiter.“

Spielte sich zunächst noch das Meiste vor dem Zelt ab, strömten die jecken Discobesucher spätestens nach dem ersten Regenguss hinein. Dort stand ihnen eine super Tanzfläche zur Verfügung auf der sie zu den angesagtesten Karnevalshits abfeiern konnten.

Bis zu 2000 Jugendliche und junge Erwachsene hießen das Angebot der Stadt willkommen. Rote Bändchen um die Handgelenke derjenigen, die noch gar kein Alkohol trinken dürfen, machten das wohlbehütete närrische Treiben perfekt.

Insgesamt sorgten 100 ehrenamtliche Kräfte für Sicherheit im und um das Zelt herum. So fühlten sich die Jugendlichen sicher und die Eltern bestimmt wohler.

Und die Titzer Clique rund um Ronja und Vanessa? Die wärmten sich im Zelt ein wenig auf, bevor es dann weiter ging. „Karneval ist ein Fest, was man mit so vielen Leuten wie möglich feiern sollte. Deshalb machen wir jetzt auch noch Düren unsicher.“ Und auch dahin wurden natürlich nur Plastikflaschen mitgenommen.

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