Jugend forscht: Landessonderpreise an Overbacher Schülerin

Letzte Aktualisierung:
14374937.jpg
Susanne Rütten aus Linnich hat einen Roboterarm eineinhalb Jahre programmiert. Der Roboter bestückt nun selbstständig das Modell eines „Chaoslagers“. Dafür erhielt die Overbacher Schülerin zwei Sonderpreise bei „Jugend forscht“ auf Landesebene. Foto: Bayer AG

Jülich/Leverkusen. Susanne Rütten aus Linnich, Schülerin des Gymnasiums Haus Overbach, hat zwei Sonderpreise beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ auf Landesebene in Leverkusen gewonnen. Sie hatte sich im Februar auf dem Regionalwettbewerb im Forschungszentrum Jülich gegen die Konkurrenz durchgesetzt und als einzige von 24 Teilnehmern den ersten Preis gewonnen.

Daher durfte sie ihr Projekt jetzt mit 78 anderen Teilnehmern mit faszinierenden Themen aus Naturwissenschaft, Mathematik und Technik beim NRW-Landeswettbewerb in Leverkusen vorstellen.

Dem Wettbewerbsmotto „Zukunft – ich gestalte sie!“ folgend, bewiesen die Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 20 Jahren Wissensdurst und Ideenreichtum.

Susanne Rütten stellte sich die Frage, wie möglichst viel Ware in einem Warenlager auf einem begrenzten Platz untergebracht werden kann. In den meisten Lagern ist die Ware bisher noch nach Sorten sortiert. Alle Ware einer Sorte liegt an einem Ort. Es gibt aber auch schon platzsparendere Methoden. Dazu zählt unter anderem das sogenannte Chaoslager.

Hier wird die Ware einfach an den ersten freien Platz gelegt. So kann die Lagerkapazität deutlich effektiver ausgenutzt werden.

In diesem Projekt wurde ein Mikrocontroller kombiniert mit einem Roboterarm so programmiert und aufgerüstet, dass er eine solche chaotische Lagerung eigenständig koordinieren kann. Dazu zählt neben dem Speichern der Informationen über freie und belegte Plätze auch das eigenständige Ein- und Ausräumen der Ware.

Zu den Schwerpunkten der Arbeit gehörte, neben den oben genannten Punkten, auch noch die gleichmäßige Bewegung des Roboterarmes. Um den Arm im dreidimensionalen Raum zu bewegen, müssen sich mehrere Servos gleichzeitig drehen.

Dies erfordert eine komplexe Ansteuerung durch den Mikrocontroller. Nach eineinhalb Jahren Programmierung kann der Roboter nun ein Modell eines Chaoslagers selbstständig bestücken und verwalten.

Im Alltag könnte er zum Beispiel in Lagern und Archiven eingesetzt werden, die im Verhältnis zum benötigten Stauraum sehr klein sind. Dort könnte mittels eines Chaoslagerroboters der Lagerplatz besser ausgenutzt werden, und dennoch würden alle Materialien bei Bedarf schnell wiedergefunden.

Susanne Rütten erhielt für ihre Arbeit „Programmierung und Bewegungsoptimierung eines Roboterarmes zum Einsatz in einem Chaoslager“ aus dem Bereich Arbeitswelt aus den Händen von Schulministerin Sylvia Löhrmann zwei Sonderpreise: den Preis der Jugendjury und die Teilnahme an einer Fraunhofer Talent-School 2017 oder an einem Fraunhofer Talent Take Off.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert