Jugend forscht: Landessieger kommt von der Grundschule Koslar

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Erik Spangenberg, Paula Flock und Ida Wille (von links) nach der Siegerehrung. Andrea Rathmann (hinten) hat die drei Kinder seitens der Schule betreut. Foto: Privat

Jülich/Essen. Drei Koslarer Grundschulkinder durften sich auf zwei aufregende Tagen in Essen freuen. Sie waren im Februar beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht - Schüler experimentieren“ als Sieger in den Fachbereichen Biologie (Paula Flock und Ida Wille) sowie in Physik (Erik Spangenberg) hervorgegangen.

Damit hatten sie das Ticket zur Teilnahme am Landeswettbewerb gelöst, der am vergangenen Wochenende in Essen ausgetragen wurde. Neben einem spannenden Rahmenprogramm erwartete die Kinder dort eine interessierte Jury, die 42 Projekte der insgesamt 76 Teilnehmer bewertete. Und die Kinder aus Koslar hatten am Ende Grund zur Freude.

In Kurzvorträgen stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeiten vor und standen zunächst der Jury, und am Samstag auch der interessierten Öffentlichkeit Rede und Antwort.

Clementinen kühl lagern

Paula Flock und Ida Wille gingen in ihrem Projekt der Frage nach, wie man Bananen, Tomaten und Clementinen zu Hause am besten lagert. Für Clementinen stellte sich heraus, dass der Vitamin-C-Gehalt bei Kühlschranklagerung höher ist. Dieses Ergebnis war so überzeugend, dass Edeka seine Lagerungsempfehlung für Clementinen kurzfristig geändert hat. Die Essener Juroren wählten dieses Projekt im Fachbereich Biologie auf den dritten Platz.

Dass die Dellen auf dem Golfball nicht immer dafür sorgen, seinen Luftwiderstand zu verringern, hat Erik Spangenberg nachgewiesen. Wollte er zunächst untersuchen, ob auch andere Muster auf dem Golfball dessen Luftwiderstand herabsetzen, so stellte er in seinen Experimenten fest, dass ein glatter Ball den geringsten Luftwiderstand hat.

Jedes weitere Muster auf dem Ball erhöht dessen Luftwiderstand. Die Methoden, mit denen er diesem Phänomen auf die Spur ging, konnten die Jury überzeugen. Sie wählte dieses Physik-Projekt auf den ersten Platz.

„Ich freue mich riesig über diese Ergebnisse!“, strahlt Andrea Rathmann, die die Kinder während der Forschungszeit seitens der Schule betreut hat. „Im Grunde ist jeder hier und heute ein Gewinner. Denn mehr noch als das Forschen selbst ist der Gewinn an Erfahrung und Ausdauer sowie die Wertschätzung gegenüber einer eigenen Arbeit unermesslich. Und wenn wir Koslarer dann obendrein erstmals mit einem frisch gebackenen Landessieger aus Essen zurückkommen, setzt das dem Ganzen das Krönchen auf!“

Der Wettbewerb „Jugend forscht“ ist der größte europäische Jugendwettbewerb im Bereich Naturwissenschaften und Technik für junge Leute bis 21 Jahre. Jüngere Teilnehmer, die mindestens die vierte Klasse besuchen und jünger als 15 Jahre sind, nehmen auch am Jugend forscht-Wettbewerb teil, werden aber gesondert in speziellen Schüler experimentieren-Wettbewerben bewertet. Dieser Wettbewerb endet in NRW auf Landesebene. Bundessieger werden bei „Jugend forscht“ gekürt.

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