Jüngste TTC-Mannschaft aller Zeiten möchte oben angreifen

Von: Günther Kròl
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Mannschaftsvorstellung des TTC Indeland Juelich mit (v.l.) Bürgermeister Axel Fuchs, Marc Preuss, Jens Bröker, Martin Allegro, Trainer Miro Broda, Brian Afanador, Jörg Sauer, Aliaksandr Khanin, Dragos Olteanu, Tobias Rasmussen, Präsident Mike Küven und Ulf Kamburg. Foto: Kròl
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Tischtennis ist in Puerto Rico mittlerweile Volkssport Nr. 1. Derzeit ist Eladio Afanador in Jülich, Nationaltrainer von Puerto Rico und Vater von Brian, der neuen Nr. 3 des TTC. Foto: Król

Jülich. „Das Saisonziel ist Platz drei bis fünf“, gab Michael Küven, Präsident des TTC Indeland, bei der Mannschaftvorstellung des Tischtennis-Zweitligisten in den Räumen der Stadtwerke Jülich die Richtung vor. Die wurde gleich von Trainer Miro Broda relativiert: „Wenn man gesehen hat, wie die Mannschaft gekämpft hat, glaube ich nicht, dass sie sich mit Platz drei zufrieden geben wird.“

Damit spielte er auf den 3:2-Erfolg nach 0:2-Rückstand der Indeländer bei der Pokal-Vorrunde im Schlüsselspiel gegen den Ligarivalen Borussia Dortmund an, der dem Team den Weg ins Achtelfinale um den Deutschen Tischtennis-Pokal ebnete.

Mit der jüngsten Truppe aller Zeiten – das Durchschnittsalter liegt bei 20 Jahren – geht der Zweitligist in die neue Saison. „Sie sind jung, wild und erfolgsbesessen“, beschrieb Küven das neue Team, an das die Zuschauer sicherlich noch viel Freude haben werden. Die zweite Liga wird spannender denn je. „Für mich ist die 2. Tischtennis-Bundesliga in der kommenden Saison nach der chinesischen Superliga und der deutschen Bundesliga die drittstärkste Liga der Welt“, sagte Küven.

Die absoluten Topfavoriten für Trainer Broda, der am Montag seinen 53. Geburtstag feierte, sind der 1. FC Saarbrücken TT II und der TTC Fortuna Passau. Danach sei die Liga ausgeglichen, da könne jeder jeden schlagen.

Neu formierte Mannschaft

Nach den Abgängen von Yoshihiro Ozawa, Peter Sereda, Lauric Jean und Hermann Mühlbach ist die Mannschaft fast vollkommen neu formiert worden. Übrig blieb allein Martin Allegro, der im letzten Jahr als Ersatzspieler kam und unter den Händen von Trainer Broda die neue Nr. 1 geworden ist. Dahinter agiert der 19-jährige Däne Tobias Rasmussen. Als Nr. 3 geht der Puertoricaner Brian Afanador an die Platte, der amtierender lateinamerikanischer Meister in der U21-Klasse ist.

Der Weißrusse Aliaksander Khanin als Nr. 4 gilt als großes Talente im europäischen Tischtennis. Als Nr. 5 komplettiert der rumänische Routinier Dragos Olteanu die Mannschaft. In der Hinterhand hält Miro Broda mit Lukas Kneier und Marc Preuss zwei Jülicher Eigengewächse, die schon in der letzten Saison Zweitligaluft schnupperten.

Am 29. September wird der TTC gegen den Bundesligisten Post SV Mühlhausen und erneut vor heimischer Kulisse das Pokal-Achtelfinale bestreiten. Bereits am kommenden Sonntag, 3. September, startet das erste Meisterschaftsspiel beim TTC Grün-Weiß Bad Hamm, bevor es am 1. Oktober zum Erzrivalen BV Borussia Dortmund geht. Das erste Heimspiel bestreiten die Herzogstädter am Sonntag, 15. Oktober, um 14 Uhr im Westderby gegen den 1. FC Köln.

Natürlich taucht bei der Mannschaftspräsentation auch wieder das Thema Tischtennis-Bundesliga (TTBL) auf. „Die finanziellen Hürden sind so hoch, dass wir mindestens noch zwei oder drei Partner finden müssten. Allerdings wird es unter meiner Regie keine finanziellen Aktionen geben, die auf Kosten des Gesamtvereins gehen“, fuhr Präsident Küven eine klare Kante. Kontinuität wird beim TTC und seinen Partnern groß geschrieben.

„Seit 40 Jahren fördern wir den TTC Indeland, und setzen damit auch wichtige Signale für den Breitensport“, sagte Ulf Kamburg, Chef des Hauptsponsors Stadtwerke. „Der Name und Erfolg verbinden“, sagte Jens Bröker, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Indeland. „Der TTC ist ein Aushängschild für die Stadt“, fügte Bürgermeister Axel Fuchs hinzu. Einer, der seid 40 Jahre TTC-Teams vorgestellt hat, wurde schmerzlich vermisst: Ehrenpräsident Arnold Beginn musste sich einer mehrtägigen medizinischen Untersuchung in Aachen unterziehen und erhielt von allen Seiten herzliche Genesungswünsche.

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