Jülichs Nummer eins ist der Garant für den Sieg

Von: Jörg Sauer
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Lauric Jean (vorne) und Martin Allegro (r.) drehten einen Rückstand und holten wichtige Punkte für den TTC gegen Bence Majoros und Adam Szudi. Foto: Król
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Er machte den Sieg gegen Dortmund perfekt: Yoshihiro Ozawa, zeigte eine starke Leistung. Foto: Krol

Jülich. Als Yoshihiro Ozawa am Freitagabend um 22.28 Uhr seinen ersten Matchball gegen Bence Majoros verwandelte, stand fest, dass der TTC Indeland Jülich weiter im Konzert der ganz großen Teams der 2. Tischtennis-Bundesliga mitspielen wird.

Zuvor führte eine exzellente Mannschaftsleistung der Indeländer zu einer 5:4-Führung gegen ebenfalls stark aufspielende Borussen aus Dortmund, die der Japaner zu einem 6:4-Sieg veredelte.

Das Aufeinandertreffen der beiden Topteams der Liga bewegte sich konstant auf einem hohen, bundesligawürdigen Niveau. Von Partie zu Partie spitzte sich die Spannung der gut besuchten Jülicher Nordhalle zu, um schließlich in den finalen Einzeln ihren Höhepunkt zu finden. Noch wenige Augenblicke zuvor hätte das Match in beide Richtungen kippen können. Beim Stand von 4:4 lagen Sieg, Unentschieden und Niederlage für beide Teams definitiv im Bereich des Möglichen.

Als Ozawa nach einem Feuerwerk im ersten Satz im zweiten Durchgang etwas die Spannung und die Konzentration verlor, drohte im vierten Satz die Gefahr, das Match aus der Hand zu geben. Zu diesem Zeitpunkt lag Martin Allegro am Nachbartisch gegen Evgeny Fadeev fast aussichtslos zurück. Nicht wenige der zahlreichen TTC-Fans sahen die Siegchancen zu diesem Zeitpunkt schwinden. Aber die beiden Jülicher bewiesen fast unglaubliche mentale Stärke und spielten sich von Punkt zu Punkt aus der Krise. Allegro gewann doch noch den ersten Satz und siegte am Ende sogar glatt mit 3:0. Fast zeitgleich bog Yoshihiro Ozawa gegen Majoros im fünften Satz auf die Zielgrade und brachte den Jülicher Sieg ins Trockene.

Ozawa läuft heiß

Der quirlige Japaner war zwischenzeitlich so heiß gelaufen, dass er zu verglühen drohte. Doch er behielt in den entscheidenden Phasen einen kühlen Kopf und entschied die „Big Points“ für sich. „Ich war selbst überrascht, wie stark ich heute gespielt habe. Majoros ist wahrscheinlich der stärkste Gegner im unteren Paarkreuz, insofern bin ich sehr glücklich, dass ich ihn in einem so wichtigen Spiel geschlagen habe“, sprach Ozawa.

Den Löwenanteil zum 6:4 steuerte allerdings Indelands Nummer eins Lauric Jean bei. Der Belgier war insgesamt an drei Punkten, sprich an der Hälfte aller gewonnen Spiele, beteiligt und bleibt in dieser Saison vor heimischem Publikum ungeschlagen. In seinen beiden Einzeln, zunächst gegen Bottroff und später gegen Adam Szudi, fand kein Borusse ein wirksames Konzept gegen Jean. Schließlich standen zwei glatte Siege auf seinem Konto. Im Doppel drehte Jean an der Seite von Martin Allegro nach einem 0:2-Rückstand den Spieß um und sicherte das enorm wichtige 1:1.

Peter Sereda, der für den pausierenden Hermann Mühlbach ins obere Paarkreuz rutschte, konnte diesmal keine Punkte für den TTC einsammeln. Im Doppel vergab er mit seinem Partner Ozawa zwei Matchbälle und im Einzel wehrte er sich gegen Bottroff und Szudi wacker, er kam allerdings nicht über zwei 1:3-Niederlagen hinaus. TTC-Manager Arnold Beginn erzählte: „Das war Tischtennis vom Feinsten. Die Zuschauer wurden von diesem Spiel fantastisch unterhalten und wir haben wichtige Punkte gegen einen direkten Mitbewerber um den Titel gewonnen.“

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