Jülich - Jülichs neues kunstvolles Markenzeichen

Jülichs neues kunstvolles Markenzeichen

Von: Kr.
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Karl Heinz Schumacher, Agnes Mülstroh und Birigt Leyens eröffneten die Ausstellungsreihe „Made in Jülich“. Foto: Kròl

Jülich. „Made in Jülich“ kann sicherlich ein neues Markenzeichen werden. Daran arbeitet der Jülicher Kunstverein, denn nachdem man so oft in die Ferne geschweift war und Künstler aus allen Himmelsrichtungen in der Herzogstadt und im Jülicher Hexenturm vorgestellt hatte, gilt „den eigenen Leuten“ nun eine Ausstellungsreihe.

An drei aufeinander folgenden Wochenenden zeigen Jülicher Künstler, was sie können, und dass sie ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen müssen.

Den Anfang machten Birgit Leyens, Agnes Mülstroh und Karl Heinz Schumacher im Domizil des Kunstvereins im Jülicher Hexenturm. Als Ärztin ist es der Mensch und der menschliche Körper, der Birgit Leyens fasziniert und dem sie sich widmet. Ihm gilt ihre ganze Konzentration, wobei die Farbgebung und die Bewegung ihr sehr wichtig sind. Außerdem verwendet sie gerne verschiedene Materialien, um ihren Bildern eine Struktur zu geben.

Während eines Urlaubs vor vielen Jahren hatte sie mit der Malerei begonnen, und ihr widmet sie nach wie vor ein Großteil ihrer Freizeit.

Zahlreiche Workshops hat Agnes Mülstroh, deren Vorliebe in der abstrakten Malerei liegt, bereits absolviert. Sie schwelgt regelrecht in Farben. Ihr Markenzeichen ist wohl die kraftvolle, weit ausholende Pinselführung, die auch ihren Bildern viel Dynamik verleiht. Zurzeit arbeitet sie überwiegend nach der Wasserverlaufstechnik, die sie bei Dieter Laue erlernte.

Nachdem die Acrylfarben auf der Leinwand aufgetragen sind, werden sie mit Wasser besprüht. Dadurch erzielt der Künstler ganz eigene und sehr interessante Effekte. Ihre Experimentierfreude hat sich Agnes Mülstroh bis ins hohe Alter erhalten.

Der Dritte im Bunde, Karl Heinz Schumacher, liebt es, mit verschiedenen Materialien und Techniken zu arbeiten. So sind neben seinen Bildern auch etliche Skulpturen zu sehen. „Alles ist Materie“, so zitiert er die Physiker, vergisst dabei aber nicht, dass es auch Gedanken gibt. So sind seine Bilder nicht immer das, was sie zu sein scheinen.

Ein gutes Beispiel für diese Form der Tiefgründigkeit ist das Stillleben eines Blumenstraußes, dessen knallrote Blüten sich beim genauen Hinsehen als Damenschuhe entpuppen. In der Vertreibung aus dem Paradies erkennt man die Silhouetten von Adam und Eva erst auf dem zweiten Blick. Durch sie hindurch sieht der Betrachter in der Ferne die Berge liegen.

Am kommenden Wochenende geht es mit Christel Jäschke, Gabriele Rahier und Mirjana Stein-Arsic weiter (Samstag, 16. August, 11 Uhr). Den Fotografen Hans Peter Bochem und Martin Marquardt gehört das letzte Wochenende.

„Wir sehen unsere Aufgabe als Kunstverein nicht nur darin, Künstler nach Jülich zu holen und Ausstellungen vorzubereiten. Unsere Hauptaufgabe besteht darin, Projekte anzuwerfen und gemeinsam Dinge zu gestalten. Dazu gehört auch die Teilnahme an Workshops oder selbst Workshops durchzuführen. Diese Ausstellung soll auch dazu wieder Anregung geben“, erklärte Kirsten Müller-Lehnen, Vorsitzende des Kunstvereins bei der Eröffnung der Ausstellungsreihe.

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