Jülichs Großevent: 30.000 strömen zum Schlossplatz

Von: jan
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Schlossplatz vermessen: (v.l.) Elisabeth Fasel-Rüdebusch, Gisa Stein und Julia Huneke bereiten den Platz für den Kunsthandwerkerinnenmarkt vor. Foto: Jansen

Jülich. Der Zeitplan beim Aufbau des Jülicher Kunsthandwerkerinnenmarkt ist eng gestrickt. Am Freitag haben die Mitarbeiter der Stadt und einige freiwillige Helfer den Austragungsort vermessen, den Schlossplatz. Am Samstagmorgen erst beginnt das Gros der rund 250 Ausstellerinnen mit dem Aufbau der Buden.

Und um 11 Uhr eröffnet der Markt, seit vielen Jahren ein Publikumsmagnet weit über die Jülicher Stadtgrenzen hinaus. Der Zeitplan im Vorfeld klingt ambitioniert, aber er passt. Das sagt Julia Huneke (33), die den Kunsthandwerkerinnenmarkt mittlerweile zum sechsten Mal federführend für die Stadt Jülich betreut.

Viel Zeit hat sie am Tag vor dem Markt nicht. Es regnet am Freitagmittag, als die Mitarbeiter den Marktplatz so vermessen, dass hier 780 Meter Budenfront hin passen. Und zwar so, dass es kein Hauen und Stechen gibt. Die Eckpunkte jeder Bude werden mit Sprühfarbe auf dem Boden markiert, dazu die jeweilige Nummer. Jedes Vermessungsteam hat einen Plan dabei, trotzdem gibt es immer wieder Fragen an Julia Huneke.

Die antwortet dann präzise und kurz: „Die Nudeln kommen vor die Poller“, sagt sie und lächelt, weil auch die Fragesteller lächeln müssen. Wenige Worte, viele Informationen, passende Informationen. Hunekes Blick geht gen Himmel. Sorgen macht sie sich nicht, als der Regen ihr ins Gesicht fällt. Das sagt sie zumindest. „Einen Kunsthandwerkerinnenmarkt ohne Regen hat es kaum gegeben.“ Dann sei der Regen am Tag des Einmessens am besten. Vor allem, weil für Samstag und Sonntag (Öffnungszeit jeweils 11 bis 18 Uhr) gutes, warmes Wetter angesagt ist. Der Platz ist also gewässert, es dürfte nicht staubig sein, wenn der Markt wieder rund 30.000 Interessierte anzieht. Diese Zahl nennt die Stadt Jülich immer.

Der Aufbau

Die ersten Ausstellerinnen sind schon am Freitag in Jülich angekommen und haben mit dem Aufbau angefangen. „Sie haben lange Anreisen, kommen aus dem hohen Norden oder dem tiefen Süden“, erzählt Huneke aus ihrer Erfahrung. Um Mitternacht losfahren, um ab sieben Uhr in Jülich aufzubauen und dann bis 18 Uhr im Stand zu stehen – zu viel des Guten.

Die meisten Aufbauarbeiten passieren trotzdem am Samstagmorgen. „Dann fahren 250 Autos auf den Schlossplatz“, sagt Huneke. Sie und die anderen Helfer wachen darüber, damit rege Betriebsamkeit nicht in Chaos umkippt. Bisher habe das immer gut geklappt. „Wir kriegen viele Rückmeldungen, dass unser Markt zu den am besten organisierten gehört“, sagt die Schlossplatzherrin für dieses Wochenende. Tatsächlich könne sie noch mehr Kunsthandwerkerinnen nach Jülich holen, wenn der Schlossplatz mit seiner Größe nicht der limitierende Faktor wäre. „Bis zu 50 Prozent mehr wären schon möglich“, vergleicht sie Zahl der Anfragen mit den Zusagen.

Von Freitagmorgen bis Sonntagabend sind die Markt-Verantwortlichen rund um die Uhr im Einsatz, entweder auf dem Platz oder zumindest in ständiger Rufbereitschaft. Ob sie froh ist, wenn Sonntagabend alles vorbei ist? Sie antwortet mit einem Ja und einem Nein. Es sei viel Arbeit, die allerdings gut aufgeteilt sei. „Ich bin glücklich, wenn alles gut gelaufen ist und die Besucher und die Ausstellerinnen zufrieden abreisen“, sagt Julia Huneke. „Aber andererseits fühlt es sich komisch an, wenn etwas, was wir so viele Wochen lang vorgeplant haben, dann wieder schlagartig vorbei ist.“

Entzugserscheinungen werden die Leiterin des Amtes für Stadtmarketing und Kultur und ihre Mitarbeiter keine haben. Bald kommt die heiße Phase das Rahmenprogramm der Tour de France. Und außerdem ist nach dem Kunsthandwerkerinnenmarkt vor dem Kunsthandwerkerinnenmarkt.

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