Jülicher Vereine sammeln trotz Tiefpreis weiter Altpapier

Von: hfs.
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Die Arbeit ist nicht von Pappe: Nur mit Hilfe der freiwilligen Helfer kann die Salingia in Barmen den Vertrag mit der Entsorgungsgesellschaft erfüllen. Viele Tonnen Altpapier sorgen trotz Tiefspreise für ein gutes Einkommen in der Vereinskasse. Foto: hfs.

Jülich. Die Finanzmarktkrise hat die Preise für Metallschrott und Altpapier in den Keller gehen lassen. Die Zeiten, in denen mit „ausgelesenen” Zeitungen, Verpackungen oder alten Kartons noch gutes Geld gemacht werden konnte, sind vorbei.

Dennoch muss das Altpapier gesammelt werden. Der Gesetzgeber macht da keine Ausnahme zwischen Hochkonjunktur und Talsohle.

„Mit Einführung des Dualen Systems im Jahre 1993 sind wir als Kommune verpflichtet, Altpapier zu sammeln beziehungsweise sammeln zu lassen”, sagt Ulrike Caspar, Abfallberaterin der Stadt Jülich. So kamen im letzten Jahr im Stadtgebiet Jülich rund 1800 Tonnen Altpapier zusammen, die per Vertrag der Entsorgungsgesellschaft Niederrhein (EGN) zuflossen. Die sammelt das Altpapier ein und stellt Presswagen sowie die Mannschaft, um das gebündelte Papier vom Straßenrand abholen zu lassen. „Aber nicht überall. Wir sind froh, dass sich noch einige Vereine ein Zubrot für die Vereinskasse verdienen”, sagt Caspar.

Es sind noch sieben Vereine im Stadtgebiet, die, wie die Salingia aus Barmen, einmal im Monat Vereinsmitglieder abstellen, um Altpapier einsammeln zu lassen. „Uns sind die gefallenen Preise beim Altpapier eigentlich egal. Wir haben einen festen Vertrag mit der EGN abgeschlossen, wir bekommen eine feste Summe im Jahr ausgezahlt.”

Ingo Offermanns ist Vorsitzender des Barmener Fußballvereins. Er betont, dass er das Geld für das Altpapierfest im Etat fest eingeplant hat. So kommen im Jahr einige hundert Euro zusammen. „Natürlich hat in Hochzeiten, wo für die Tonne Altpapier mehr als 100 Euro gezahlt wurden, der Entsorger verdient. Jetzt aber sind es sicherlich die Vereine”, meint Offermanns.
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