FuPa Freisteller Logo

Jülicher Unfallkreuzung: Doch Kreisel?

Von: vpu
Letzte Aktualisierung:
6905198.jpg
Eine Ampel am Königshäuschen könnte zu langen Rückstaus führen. Das befürchten viele Berufspendler.

Jülich. Das Echo auf unseren Bericht „Ampel soll Unfallkreuzung entschärfen“ Ende vergangener Woche war ungewöhnlich groß. Vor allem viele Berufspendler halten eine Signalzeichenanlage nicht für die beste Lösung, um die laut Fachjargon „Unfallhäufungsstelle“ sicherer zu machen.

Die größte Sorge vieler, die dort jetzt schon regelmäßig stehen: Es könnte zu Rückstaus mindestens bis zum Kreisel, der zum Brückenkopf-Park führt, kommen – oder sogar bis in die Stadt Jülich.

Eine große Mehrheit spricht sich für einen Kreisverkehr an der Kreuzung Königshäuschen aus, auch wenn der zunächst schwierig zu realisieren scheint. Die Jülicher Politik hat sich dieser heiß diskutierten Thematik angenommen. Die SPD-Fraktion im Stadtrat verlangt nach einer Prüfung, ob nicht doch eine im Vergleich zur Ampellösung bessere Sicherung realisiert werden kann.

Das Thema wurde sowohl auf der Facebook-Seite unserer Redaktion (www.facebook.com/azanjuelich) und der Gruppe „Wir sind Jülich“ heiß diskutiert.

Einige Stimmen und Meinungen:

Torsten Steffens aus Koslar (38): „Ich steh‘ jeden Tag an dieser Kreuzung und ärgere mich immer über ignorante Auto- und Lkw-Fahrer. Es ist überhaupt kein Problem wenn a) alle dort sich an die 50 km/h halten würden und b) bei hohem Verkehrsaufkommen ab und an mal jemanden rausfahren lassen. Da beides nicht funktioniert, begrüß‘ ich die Ampel und denke mit Grauen an den Kreisverkehr dahinter.“

Stefan Kops aus Linnich (46): „Ich habe damals absolut nicht verstanden, warum hier kein Kreisverkehr errichtet wurde. Zumal es auch heute noch die kostengünstigere Alternative wäre. Mitunter stehe ich hier täglich 5 Minuten auf dem Weg zur Arbeit.“

Wolfgang Hommel aus Jülich (55) unterbreitet in Facebook folgenden Vorschlag: „Linksabbiegerspur aus Koslar schließen, Verkehr nur nach rechts Richtung Aldenhoven zulassen und den Verkehr Richtung Jülich am Kreisverkehr umlenken – da bräuchte man keine Ampel – und auch in den Städten muss man zum Linksabbiegen schon mal einen kleinen Umweg fahren!“

Eleonore Schmidt aus Jülich (59) befährt die Strecke täglich im Berufsverkehr, um auf die Autobahn zu kommen und meint: „Ist ja wieder mal typisch: Andere bauen Ampelanlagen ab, Jülich baut sie wieder auf. Schon mal jemand von den Planern dort in der Stoßzeit gefahren? Das wird mir ja ein schönes Chaos werden. Kreisverkehr ist eine ideale Lösung, Schienen kann man wieder neu verlegen, wenn sie denn jemals gebraucht werden!“

Ralf Heinen hat ähnliche Sorgen und meint leicht sarkastisch: „Im Berufsverkehr wird eine Ampelanlage richtig interessant. Ich freu mich jetzt schon auf das Chaos, wenn der Rückstau bis in den Kreisverkehr reicht. Aber es gibt ja noch Alternativen durch die City. Ja, wenn das der Wille der Planer ist...“

Die Jülicher SPD-Fraktion hatte im Rat nach eigener Mitteilung bereits im vergangenen Jahr beantragt, „die Verwaltung möge sich beim Landesbetrieb Straßen NRW dafür einsetzen, vor Ort einen Kreisverkehr einzurichten. Dem sind die anderen Fraktionen des Rates gefolgt“. Die jetzt vorgestellte geplante Lösung einer Ampelanlage stelle verkehrstechnisch die denkbar schlechteste Lösung dar und werde aus Sicht der Fraktion zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen führen. Fraktionschef Harald Garding: „Eine Reaktivierung der Bahnstrecke würde immense Kosten verursachen, deren Finanzierung auf lange Zeit nicht in Sicht ist.“ Die Fraktion fordert alle Beteiligten auf, sich abermals an einen Tisch zu setzen und die Option der Errichtung eines Kreisverkehrs umzusetzen und wird das auch im Rat beantragen.

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert