Jülicher Tassenserie „Stadttore“ erlebt ihre elfte Auflage

Von: ptj
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Mit Motivtassen vor dem Motiv: Ulrich Backhausen (v.l.), Anita Schaafhausen und Dr. Peter Nieveler von der Straßengemeinschaft Kleine Rurstraße/Grünstraße vor dem Aachener Tor und einem Stück der Jülicher Stadtmauer. Foto: Jagodzinska

Jülich. Ein stolzer Ritter mit Lanze reitet auf seinem rot gepanzerten Pferd am Aachener Tor vorbei zur Allee, wo eine Kanone platziert ist. Ihm begegnet eine blonde Frau mit Obstkörbchen. Vor dem Hexentor daneben ist das Wahrzeichen Jülichs zu sehen, davor sitzt eine rote Katze. Die Sonne scheint am blauen Himmel.

Das sind die Motive der farbenfrohen neuen Jülicher Sammeltasse der Straßengemeinschaft Kleine Rurstraße/Grünstraße mit dem Motto „Stadttore“ – in der elften Auflage. Traditionell ist das Hexentor fester Bestandteil der handbemalte Tasse, die stets auf 500 Stück limitiert ist und 9,90 Euro kostet. Produktionsfirma ist nach wie vor „Mila Design“ in Nürnberg.

„Die Tassen sind im letzten Jahrzehnt schon um die halbe Welt gegangen“, erzählte Ulrich Backhausen, Vorsitzender der Straßengemeinschaft. Jülicher nehmen sie als Präsent für Freunde und Verwandte gerne ins Ausland mit, sogar nach Übersee.

Warum wird dann nicht die Auflage erhöht? „500 Stück ist für eine Stadt wie Jülich schon ganz gut. Der Reiz am Sammelobjekt soll ja bleiben“, sagte Backhausen. Durch die Limitierung sind viele Auflagen schon lange mehr zu bekommen, vereinzelt sind sie aber auch doppelt vorhanden oder werden nicht mehr gebraucht. Deshalb veranstaltet die Straßengemeinschaft zum Erntdankfest erstmalig eine „Tassentauschbörse“, am 3. und 4. Oktober jeweils ab 11 Uhr. Bei der Börse liegt auch eine Liste mit Angeboten und Gesuchen aus.

Erneut findet der Tassen-Erlös in Projekten Verwendung, die „der Allgemeinheit zugute kommen“. Ebenfalls erstmalig wird die Tasse ab sofort verkauft, in der Lichtgalerie Schaafhausen und bei Bürobedarf Backhausen. Grund dafür ist nach Bekunden Backhausens das „Sabbatjahr“ der Straßengemeinschaft, in der nur eine Handvoll Mitglieder stets viele Aktionen stemmten. Im nächsten Jahr will die Gemeinschaft „wieder voll dabei sein“, zur Not mit bezahlter Unterstützung.

Wer in diesen Tagen in der Kleinen Rurstraße/Grünstraße unterwegs ist, bemerkt die sauberen Asphaltschichten im einstigen Brunnengraben. „In allen möglichen Variationen“ hatte die Straßengemeinschaft diesen „zu pflegen versucht“ und wurde immer wieder mit neuem Vandalismus konfrontiert. Jetzt hat der städtische Bauhof auf Wunsch den Graben asphaltiert.

„Es soll sich allerdings noch etwas tun“: Eine Wellenbemalung des Asphalts soll in Zukunft auf den einstigen kleinen Wasserlauf hinweisen.

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