Jülicher Talente überzeugen bei „Jugend musiziert”

Von: spl
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Das sind zwei seltene Talente:
Das sind zwei seltene Talente: Philomena Pallaske und Charlotte Pape (v. l.) beherrschen die Blockflöte wie nur wenige andere. Foto: Plahm

Jülich. Blitzschnell und sicher fliegen die Finger von Philomena Pallaske und Charlotte Pape über die Blockflöten. Selbst ungeübte Stücke gelingen den beiden fast ohne jede Unsicherheit, als die zwölfjährigen Mädchen am Dienstag bei der allwöchentlichen Übungsstunde in der Jülicher Musikschule gemeinsam spielen.

Kein Wunder, dass dieses Talent nicht unentdeckt bleiben würde. Tägliches Üben und jahrelange Erfahrung haben sich gelohnt, denn die beiden Musiktalente haben beim Landeswettbewerb von „Jugend musiziert” in Köln ganz schön abgeräumt, nachdem sie bereits beim Regionalwettbewerb in Aachen bei den ersten Preis erzielen konnten.

Mit Stücken zum Beispiel von Antonio Vivaldi und Girolamo Frescobaldi zeigten die beiden begeisterten Flötistinnen ihr Talent. Charlotte Pape gelang es mit ihrem zehnminütigen Vortrag, in dem sie sowohl ein älteres als auch ein modernes Stück spielen musste, den zweiten Preis zu erlangen. Dabei war die Overbacher Gymnasiastin vorher ganz schön aufgeregt, wie sie erzählt.

Bei sieben Jurymitgliedern verwundert Herzklopfen vor dem großen Tag nicht. „Die Jury ist dann auch schon recht hochkarätig besetzt”, meint Musiklehrerin Almuth Müller, die sowohl Charlotte als auch Philomena bereits seit dem siebten Lebensjahr unterrichtet. Drei Blockflötenprofessoren hätten dem Bewertungskomitee angehört.

Die fanden offenbar nicht nur Charlottes Leistung hervorragend, denn auch Philomena Pallaske konnte die Jury mit ihrem musikalischen Talent mehr als überzeugen. Die Overbacher Schülerin errang den ersten Preis und darf, da sie bereits in Altersklasse drei spielt, am kommenden Pfingstwochenende nach Stuttgart zum Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert” nach Stuttgart reisen.

Diese ganz besondere Leistung kommt nicht von ungefähr. „Wenn ich es schaffe, spiele ich jeden Tag, dann meistens 45 Minuten”, verrät Philomena. Warum sie sich ausgerechnet die Blockflöte als Instrument ausgewählt hat, liegt für Philomena auf der Hand. „Ich fand das Instrument eben einfach sehr interessant”, erklärt die Zwölfjährige. Sowohl sie als auch Charlotte spielen am liebsten ältere Stücke. Sie finden einfach die Melodien schöner, bestätigen die Mädchen.

Natürlich verbringen die Schülerinnen ihre Freizeit nicht nur mit der Musik, auch wenn Almuth Müller mit den beiden, äußerst pflichtbewusste Schülerinnen hat, wie sich berichtet. „Da muss ich überhaupt nicht antreiben”, berichtet die erfahrene Musiklehrerin. Wenn Philomena und Charlotte nicht gerade ihr Blockflötenspiel verbessern, machen beide gerne Sport. Turnen, Joggen oder Klettern stehen da des öfteren auf dem Programm.

Der sportliche Ausgleich tut bestimmt auch dem Spiel der beiden gut. Trotzdem wird natürlich tatkräftig weitergeübt. So hofft Philomena, dass sie die Jury beim Bundeswettbewerb mit einer hochbarrocken Sonate, einem frühbarrocken Stück, einer zeitgenössischen Komposition und einem der Jazzmusik entlehnten Stück überzeugen kann.

15 Minuten hat die Schülerin dafür Zeit und präsentiert dabei sowohl schnelle Sätze, die eine hohe Fingerfertigkeit abverlangen als auch langsamere Sätze mit zahlreichen Verzierungen, bei denen das Mädchen viel Gefühl transportieren muss. Ende Mai heißt es also Daumen drücken für die talentierte Nachwuchsmusikerin.
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