Jülicher Südbastion: Verpfuschte Sanierung mit teuren Folgen

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Alle dunklen Flächen des Gewölbes auf dem Bild sind von Algen oder Schimmel befallen. Foto: Uerlings

Jülich. Die Sanierung der Südbastion hätte sich die Stadt Jülich zur Landesgartenschau vor gut zwölf Jahren eigentlich sparen können. Die Baumaßnahme war nicht nur keine Verbesserung. Vielmehr haben die Folgen einer verpfuschten Abdichtung dem Gemäuer massiv geschadet.

Das hörten die Mitglieder des Planungs-, Umwelt- und Bauausschusses am Dienstag von Vertretern des Aachener Ingenieurbüros BFT, das die Schäden begutachtet und Lösungsvorschläge erarbeitet hat. Es mag kaum überraschen: Mit früher geschätzten Kosten von 800.000 Euro kommt man bei weitem nicht aus.

Die Ertüchtigung des Festungsteiles ist nach Ansicht der BFT-Vertreter Andreas Kupper und Michael Zingel in zwei Varianten möglich. Die eine kostet knapp 1,3 Millionen Euro, die andere gut 1,8 Millionen Euro.

Das Gremium unter Vorsitz von Erich Gussen (CDU) nahm am Dienstag zunächst den Schadens- und Schimmelrapport zur Kenntnis.

Auf einen kurzen Nenner gebracht: Die Südbastion wurde 1998 nach oben abgedichtet. Weil die Bitumenbeschichtung aber keine Haftung mit dem Mauerwerk besitzt und außerdem „keine fachgerechten Anschlüsse” vorhanden sind, ist die gesamte Konstruktion untauglich, wie Kupper darlegte. Das war auch schon nach kurzer Zeit - noch während der Gartenschau - festzustellen.

Die Feuchtigkeit trifft auf die Bitumenschicht und hat durch die verpfuschten Anschlüsse die Chance, genau unter den Deckel zu laufen, der abdichten soll. Ist das Wasser einmal drin, kommt´s nicht mehr raus.
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