Jülicher SPD verleiht wieder die Klippe

Von: jan
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Die Jülich SPD, vertreten von Marco Maria Emunds (r.), zeichnete das Team des Mittagstischs um Walburga Mertens (l.) mit der Jülicher Klippe aus. Foto: Guido Jansen

Jülich. Neun Jahre lang hat die Jülicher SPD keine Klippe mehr verliehen. Jetzt hat die Partei die Tradition wieder aufleben lassen, Menschen auszuzeichnen, die sich „nachhaltig, ehrenamtlich mit ihrem sozialen Engagement verdient gemacht haben“, wie der SPD-Fraktionsvorsitzende Marco Maria Emunds bei der Verleihung in der Schlosskapelle sagte.

Die Klippe 2015 geht an die Mitarbeiter des Mittagstisches im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, die seit 18 Jahren jeden Montag dafür sorgen, dass rund 60 Menschen ein leckeres und nahrhaftes Mittagessen auf dem Tisch stehen haben. Ausgezeichnet wurden Walburga Mertens, Elke Winkelbrandt, Friedel Gerwin, Christel Petrasek, Klaus Strobelt und in Abwesenheit die im Urlaub weilende Rosemarie Schröder.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan, der SPD-Landtagsabgeordnete und Landratskandidat Peter Münstermann sowie der CDU-Fraktionsvorsitzende Elmar Fuchs sprachen Grußworte, bevor Bürgermeisterkandidat Frank Peter Ullrich eine Laudatio auf die Preisträger hielt. Nietan erinnerte daran, wie wichtig es gerade im Moment angesichts der Flüchtlingswelle sei, dass es Menschen gebe, die konkret etwas für andere tun.

„Wir müssen jetzt beweisen, dass das Gerede von unseren Werten kein hohles Geschwätz ist. Ihr Engagement ist ein Anstupser für uns alle, dass da eine Aufgabe auf uns zukommen, die uns alle fordert.“ Münstermann bezeichnete die Mittagstisch-Mitarbeiter und deren Tun als „den Kit, der unsere Gesellschaft zusammenhält“. Das unpolitische und überparteiliche Engagement der sechs Mittagstisch-Mitarbeiter lobte Elmar Fuchs. Man müsse dankbar sein, wenn Menschen sich engagieren. „Bei Ihnen wird gekocht, während anderen sich im Fernseher Kochshows anschauen.“

Die Würde des Menschen

Frank Peter Ullrich erinnert an Absatz eins des deutschen Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar. „Aber dieses oberste Prinzip ist fortwährend in Gefahr in einer Gesellschaft, in der der Wert eines Menschen an seiner Karriere und an seinem Einkommen gemessen wird.“ Armut könne jeden treffen. Und da sei es wichtig, dass es Menschen gebe, die verlässlich ehrenamtlich für andere da seien und Begegnungsstätten schaffen.

Ullrich schloss mit der Bitte, dass das Team seine Arbeit fortsetzen möge. Walburga Mertens sagte abschließend kurz, dass die Auszeichnung und die Grußworte das Team ermutigen, weiterzumachen. „Wir wünschen uns, dass die Verleihung der Jülicher Klippe ein Ansporn für andere ist, sich zu engagieren“, sagte sie. Gerne auch in ihrer Gruppe, die jüngere Mitarbeiter sucht.

Die Klippe soll laut Marco Maria Emunds wieder jedes Jahr verliehen werden. „Merken Sie sich den 1. September 2016 als nächsten Termin“, sagte Emunds.

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