Aachen/Jülich - Jülicher soll junge Frau willenlos gemacht und vergewaltigt haben

Jülicher soll junge Frau willenlos gemacht und vergewaltigt haben

Von: wos
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Einem 58-jährigen Jülicher wird von der Staatsanwaltschaft Aachen Vergewaltigung vorgeworfen. Symbolfoto: dpa/Henning Kaiser Foto: dpa/Henning Kaiser

Aachen/Jülich. Es war tief in der Nacht, als früh am 1. Mai 2014 eine bekannte Eschweiler Diskothek ihre Pforten schloss. Es war der vergnügliche Schlusspunkt für eine 22-jährige Jülicherin, die bis dahin in Sachen Mai-Tanzvergnügen durchgehalten hatte.

Sie war zu Beginn des Abends, wie sie am Mittwoch im Zeugenstand vor der 8. Großen Strafkammer am Aachener Landgericht berichtete, von Jülich mit einer Fahrgemeinschaft von Familienmitgliedern zur Disko gefahren, darunter auch der Angeklagte J. (58), der nach ihrer Kenntnis ein Bekannter ihrer Tante war.

Ihm wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, damals die heute 25-Jährige willenlos gemacht und dann vergewaltigt zu haben. Er habe sie in Eschweiler dazu gebracht, mit ihm gemeinsam zurück nach Jülich zu fahren. Zuvor habe er die junge Frau, so die Anklageschrift, mit Amphetaminen betäubt. Ob das bereits in der Disko geschah oder erst in seiner Jülicher Wohnung stattfand, wurde am Mittwoch im Prozess unter Vorsitz von Richter Frank Breuer nicht klar.

Jedenfalls fand sie sich, beschrieb die Zeugin am Mittwoch die gespenstische Situation, nach ihrem Aufwachen unbekleidet im Bett des Angeklagten wieder, ihre Kleider waren ordentlich zusammengelegt, eigentlich so, wie sie es selber nicht mache, erklärte sie. Schemenhaft könne sie sich erinnern, wie der Angeklagte in ihrem willenlosen Zustand Sex mit ihr gehabt habe, sie habe noch gefühlt, wie er in sie eingedrungen sei, ansonsten könne sie sich nicht mehr erinnern.

Fragen des Gerichts und des Verteidigers von J., der bislang nichts zu den Vorwürfen sagt, zielten immer wieder darauf ab, wie viel das Opfer in der Nacht getrunken hatte und wie ihr Zustand vor der Rückfahrt nach Jülich war. Sie selber gab an, zwar angetrunken, aber eben nicht völlig willenlos gewesen zu sein.

Die Verabreichung von sogenannten K.o.-Tropfen oder ähnlichen Substanzen, um Frauen zum Sex zu zwingen, landet immer öfter vor den Gerichten, dieser Prozess wird am 23. November fortgesetzt.

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