Jülich - Jülicher Seniorenbeirat bleibt stetig am Ball

Jülicher Seniorenbeirat bleibt stetig am Ball

Von: ptj
Letzte Aktualisierung:
13082170.jpg
„Senioren, Sonne, Singen“: Viel Freude machte der 9. Seniorentag im Bonhoeffer-Haus, hier beim gemeinsamen Singen mit Inge Duwe. Foto: Jagodzinska
13082171.jpg
Alte und neue Vorsitzende des Jülicher Seniorenbeirats: Marlies Keil (l.) steht Nachfolgerin Ruth Tavernier-Schwab beständig zur Seite.

Jülich. „Senioren, Sonne, Singen“, dazu Basteln, Gedichte, Tanzen und natürlich viel Freude bestimmten den 9. Seniorentag im Bonhoeffer-Haus. Die rund 100 Gäste erlebten zudem zwei altbekannte Gesichter in neuer Funktion.

Dies waren Ruth Tavernier-Schwab als Seniorenbeiratsvorsitzende, die ihre Vorgängerin Marlies Keil nach vorne bat, um sich mit einem Strauß Blumen zu bedanken. Nicht nur für ihre jahrelange Tätigkeit als Leiterin, sondern auch für ihre Bereitschaft, ihr weiterhin den Rücken zu stärken.

Ferner stellte stellvertretender Bürgermeister Wolfgang Gunia, selbst Mitglied im Seniorenbeirat, Sozialamtsleiterin Doris Vogel als neue Dezernentin vor, die in die „großen Fußstapfen von Katarina Esser tritt“. Für Vogel ist der Seniorenbereich „kein Neuland“ und sie wünscht sich, die Senioren mögen „den Weg zu ihrer Türe finden“.

Singend eingestimmt

Traditionell stimmte der Singkreis des Seniorenbeirates unter Leitung von Inge Duwe auf den Tag ein. Zur Freude der Gäste erklangen altbekannte Lieder wie „Über den Wolken“ oder „Lang, lang ist‘s her“. Als Höhepunkt sangen alle Anwesenden, in drei Gruppen aufgeteilt, feierlich den Kanon „Dona nobis pacem“. Weitere gemeinsam gesungene Lieder wie „Hoch auf dem gelben Wagen“ sollten später noch folgen.

Tavernier-Schwab stimmte ihrerseits mit einem Gedicht von Paul Celan auf das gemeinsame Erleben ein, in dem es unter anderem heißt: „Manche Menschen wissen nicht, wie wichtig es ist, dass sie einfach da sind“. Die neue Vorsitzende empfand das Gedicht als sehr modern, seinen Inhalt würde man heute „Achtsamkeit“ nennen. Dabei gehe es darum „alle wahrzunehmen, genauer hinzuschauen und Hilfen zu geben“. In diesem Zusammenhang fasste sie die Tätigkeitsfelder des Seniorenbeirates zusammen: Einkaufsdienst, Notfallkarte, das inzwischen 13. Semester „Altern mit Kultur – Kunst vor meiner Haustür“ mit Marlies Keil, Donnerstagstreff und Vortragsabende.

So fand die August-Veranstaltung zum Thema „Besteuerung der Renten“ so viel Resonanz, dass der große Sitzungssaal im Rathaus regelrecht gesprengt wurde. Deshalb ist eine Wiederholung geplant. Ferner ist eine Veranstaltung mit dem neuen Brandschutzmobil der Feuerwehr zum Thema „Verhütung von Bränden“ anvisiert.

Behindertengerecht, barrierefrei

„Von der Politik schneller als bisher umgesetzt werden müssen“ die Bereiche „behindertengerechte Toiletten in der Stadt“, Barrierefreiheit an den Straßenübergängen und in Gebäuden, ÖPNV und seniorengerechter und bezahlbarer Wohnraum. Wolfgang Gunia ermunterte seinerseits dazu, vom Bürgerbus „möglichst viel Gebrauch zu machen“, der auch mit Blick auf Seniorenbelange eingesetzt worden sei. Weil der Seniorenbeirat „keinen Etat“ für einen solchen Tag habe, bat Tavernier-Schwab abschließend um eine Spende in das bereitstehende „Sparhäuschen“.

Zwei Suppen und viel Kreativität

Anschließend genossen die Senioren den Tag mit zwei Suppen aus der Küche der beiden Altenheime „An der Zitadelle“ und St. Hildegard zum Mittagessen, Kaffee und Kuchen und ganz viel Kreativität und Unterhaltung.

So gab es am Nachmittag das Angebot „Metalldrücken“, in dessen Rahmen wunderschöne Motive in Kupferblech entstanden, und die beliebte „Seniorentanzgruppe“ als Mitmachangebot mit Dagmar Schmitz.

Szenische Lesungen trugen drei Schauspieler aus der Aachener Schauspielschule vor: Leiter Réné Blanche, einst Schüler der neuen Vorsitzenden des Seniorenbeirats, die künstlerischen Leiterin Andrea Royé und Thomas Adamek. Zu Recht hieß ihr Programm „vorwiegend heiter“ mit Gedichten und Texten von Loriot, Heinz Erhard, Eugen Roth, Joachim Ringennatz und Kurt Tucholsky.

Ein Gedichtbeispiel aus der Feder Tucholskys sei hier genannt: „Ein männlicher Briefmark erlebte. Was Schönes, bevor er klebte. Er war von einer Prinzessin beleckt. Da war die Liebe in ihm geweckt“.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert