Jülicher Senioren erfahren Kommunalpolitik aus erster Hand

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Drei Stadtverordnete informierten über anstehende Jülicher Projekte bei der Senioren Union (v.l.): Helmut Lohn, Erich Gussen und Wolfgang Gunia . Foto: Senioren Union

Jülich. Knapp 40 Mitglieder und Freunde der Senioren Union hatten sich bei der ersten Montagsrunde im neuen Jahr eingefunden, um von den drei Ratsmitgliedern Aktuelles aus der Stadtpolitik zu hören. Wolfgang Gunia, zugleich Vorsitzender der Senioren Union, berichtete über die Entwicklung des Stadtteilbüros im Nordviertel.

Er erteilte über die die künftigen Nutzungen Auskunft, unter anderem als Anlaufstelle für Senioren und die Eröffnung am 20. Februar. Wenig Hoffnung auf Besserung der Ampelschaltung auf der Großen Rur­straße aus Sicht der Fußgänger konnte er machen, denn der aktuelle Verwaltungsbericht mache deutlich, dass auch durch eine kostenintensive Neuplanung keine nennenswerte Verbesserung zu erreichen ist.

Da die Senioren auch an Schulfragen und Kitas interessiert sind, informierte er über die neuesten Anmeldezahlen der Schulneulinge an unseren Grundschulen, die aus Sicht der Nordschule besonders erfreulich sind, während bei der Promenadenschule ein Rückgang zu verzeichnen ist. Die vor der Fertigstellung stehende Kita auf dem Grundstück der ehemaligen Fachhochschule, zwar als Provisorium geplant, wird wohl eher in einigen Jahren eine Dauerlösung mit Festbau werden. Leider habe der auf Grundstücken im Bereich des Heckfeldes geplante Bau, wie vom Stadtrat gewünscht, wegen drohender Einwendungen vom Anliegern nicht zum Tragen kommen können. So liegen denn künftig drei Kitas im Norden der Stadt nahe beieinander, während sie gut in den Bereich Heckfeld gepasst hätten.

Der seit bald 15 Jahren von der Senioren Union beklagte Zustand der Friedhöfe und Leichenhallen sowie die noch immer ausstehende neue Friedhofssatzung sorgten erneut für eine lebhafte Diskussion. Gunia sagte zu, dass ein Vertreter der Verwaltung eingeladen werde, sobald die neue Satzung vorliegt.

Helmut Lohn, Vorsitzender des Stadtwerkeaufsichtsrates, informierte erst über Rechte, Pflichten und Zusammensetzung des Aufsichtsrates der Stadtwerke. Viel Interesse fanden seine Ausführungen über Bauvorhaben auf dem Stadtwerkegrundstück, für das Unternehmen selbst und die Prüfung, ob dort möglicherweise eine Halle als Ersatz für die Stadthalle gebaut werden könnte. Auch auf den Ersatz des maroden Blockheizkraftwerkes im Hallenbad ging er ein und die Zusammenhänge mit dem Hallenbad, seiner irgendwann anstehenden Sanierung oder eines Neubaus.

Mit diesem Stichwort war die Überleitung zu Erich Gussen vom Planungsausschuss gefallen. Jetzt standen Fragen des Wohnungsbaus – insbesondere seniorengerecht und bezahlbar – im Zentrum. Wohnungen würden wahrscheinlich in Form eines kleinen Stadtquartiers auf dem Grundstück der ehemaligen Musikschule entstehen, zwar überwiegend seniorengerecht, aber wohl kaum im unteren Mietpreisbereich angesiedelt. Es gebe Hoffnung, dass 2016 erste Baugenehmigungen erteilt werden können für das ehemalige FH-Grundstück. An Baugebiete werde auch gedacht in den Siedlungsschwerpunkten Welldorf/Güsten und Koslar, ein weiterer Bauabschnitt im Baugebiet Lindenallee ist in Vorbereitung. Die Senioren waren sich einig, dass dies den akuten Bedarf an seniorengerechtem Wohnraum im Stadtgebiet nicht erfüllt. Hier müsse weiter Einfluss auf die Entscheidungsträger genommen werden.

Gunia dankte den Ratskollegen mit einem kleinen Präsent und erinnerte an die geplanten Fahrten nach Brüssel zu den königlichen Gärten, zum Fliegerhorst Nörvenich und nach Hamburg.

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