Jülich - Jülicher Schau zeigt Street-Art aus der ganzen Welt

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Jülicher Schau zeigt Street-Art aus der ganzen Welt

Von: ptj
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Bereichsleiterin Karin Pütz (l.) mit den Fotografinnen Helga Schiffer (Mitte) und Adelheid Simons-Hoppe bei der Eröffnung der Ausstellung, die in Jülich „Street-Art“-Motive zeigt. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Diese Ausstellung als Weiterentwicklung des klassischen Graffiti hat den Charme, zahlreiche Straßenkunstwerke innerhalb weniger Schritte kennenzulernen und zu genießen“ – so fasste Laudator Hartmut Prüss den Reiz der „Street-Art“-Ausstellung zusammen, die bis zum 27. Oktober in den Räumen der Sparkasse am Schwanenteich zu sehen ist.

Auffallend viele Besucher erschienen zur Vernissage und bestaunten die rund 30 Bilder, die Helga Schiffer aus Glimbach und Adelheid Simons-Hoppe aus Jülich auf ihren Reisen durch die Region, aber auch durch Brüssel, Wien, Moskau, Norwegen und die Azoren mit der Kamera eingefangen und archiviert haben.

Dabei handelt es sich laut Künstlerinnen jeweils um Ausschnitte von Street-Art-Kunstwerken, die mit etwa mit Markern, Pinseln, Malerrollen oder Sprühdosen auf unscheinbaren Hausfassaden, Mauern, Säulen, Stromkästen, Garagentoren oder Mülleimern entstanden sind.

Die Originalarbeiten sind in einem Katalog festgehalten. „Was wir hier sehen, hat nichts mit Farbschmiererei zu tun, sondern hat einen festen Platz als akzeptierte Populärkunst“, legte Prüss – augenzwinkernd aus dem Blickwinkel von Professor Bömmel aus der „Feuerzangenbowle“ – die Unterschiede auseinander. Und zwar zwischen dem in Deutschland unerlaubten Besprühen, Bemalen oder Beschmieren und den Auftragsarbeiten „etablierter Könner“, auch, wenn viele von ihnen aus der Graffiti- oder Punkszene kommen.

„Winzige Details“ im Bildhintergrund, wie eine Mauerfuge, ein Lüftungsschlitz oder ein Abflussrohr verraten, „dass es sich nicht um eine überdimensionierte Leinwand handelt“, wie Prüss es ausdrückte.

„Street-Art“ auf einer Mauer

Liebstes Kind unter den ironischen, kritischen, fantasievollen und schlicht unterhaltenden Motiven der Künstlerinnen ist die „Street-Art“ auf einer Mauer, die einen Bücherstapel aus querliegenden und hochgestellten Büchern zeigt, der solchermaßen arrangiert das Motivbild einer blauen Katze mit weißer Friedenstaube ergibt.

Eine comicartig gezeichnete Motivskizze in Grautönen mit roter Augenklappe erinnert an das Ausstellungsthema „Farbakzente“, das die Fotografinnen vor zwei Jahren am selben Ort zeigten. Ein Foto aus der aktuellen Ausstellung zeigt ein „Street-Art“-Werk von Laudator Prüss, der einen grauen Stromkasten in Hambach in eine pastellfarbene Unterwasserwelt verwandelte – natürlich als Auftragsarbeit.

Beide Ausstellerinnen, die über ihr Hobby zu Freundinnen wurden, haben seit der Kindheit Zugang zur Fotografie. Der Vater von Adelheid Simons-Hoppe besaß ein Fotogeschäft, so dass „Adelheid bereits als Kind mehr Zeit im Fotolabor als im Sandkasten verbrachte“.

Abschließend wünschte Prüss den Betrachtern „visuelle Bereicherung“ und, dass dies nicht die letzte Ausstellung der beiden Fotografinnen sei. „Denn man spürt, dass hier neben Kreativität und fachlichem Können vor allen Dingen Herzblut steckt“. Das stellte auch Karin Pütz, Fachbereichsleiterin der Sparkasse, gleich bei ihrer Begrüßung heraus.

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