Jülicher Rotkreuzler erleben Evakuierung am Ring

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Nürburgring/Jülich. Pfingsten wurde am Nürburgring im Kreis Ahrweiler wieder Europas größtes Rockfestival veranstaltet. Rund 90.000 Besucher campten rund um die Rennstrecke und besuchten die verschiedenen Konzerte von „Rock am Ring“.

Das Deutsche Rote Kreuz aus Jülich war vielseitig im Einsatz. Zum einen stellten sie Rettungs- und Notarztwagen, zum anderen betrieben sie die Sanitätsstelle am Haupteingang.

Im 24-Stunden-Betrieb mit insgesamt 14 Helfern standen sie den Festivalbesuchern mit Rat und Tat zur Seite. Von den üblichen Pflastern bis hin zu schweren Verbrennungen erstreckte sich das Einsatzaufkommen. Insgesamt wurden 300 Patienten von Donnerstag bis Montagmittag behandelt. Aufgrund der Entfernung zwischen Jülich und Nürburgring schliefen die ehrenamtlichen Sanitäter in einer eigens angemieteten Bürgerhalle im benachbarten Wiesemscheid.

Während des Schichtwechsels am Freitagabend erreichte die Sanitätsstelle die Nachricht, dass das Konzertgelände wegen eines Terrorverdachts geräumt werden muss.

Singende Festivalbesucher

Alle Sanitäter mussten indes an der Sanitätsstelle verweilen, bis Entwarnung gegeben worden war. So kam es, dass die Jülicher Rotkreuzler plötzlich mit einer Stärke von 31 Helfern anstatt nur 14 Personen anwesend waren. Gespannt verfolgten sie die Evakuierung des Geländes.

Alle Konzertbesucher verließen dieses ruhig und trotzten dem Terrorverdacht mit Gesängen wie „Eins kann uns keiner nehmen und das ist die pure Lust am Leben“. Spät in der Nacht wurde die Sonderlage aufgelöst, das Fahrverbot auf dem Gelände aufgehoben und die Tagschicht konnte endlich in die Unterkunft zurückkehren.

Insgesamt hatte das DRK Jülich an diesem Wochenende über 50 Helfer im Einsatz.

Braungebrannt und ziemlich müde, kehrten die Rotkreuzler am Montagabend zurück. In Jülich angekommen, hieß es dann noch, die Fahrzeuge abzuladen und alles wieder einsatzbereit vorzubereiten, um im Fall der Fälle sofort wieder ausrücken zu können.

Das nächste große Ereignis steht für die Ehrenamtler schon vor der Tür. Im Juli betreut das DRK die Veranstaltungen zur Tour die France in der Stadt Jülich. Hier werden zwei Sanitätsstellen in der Innenstadt hergerichtet, die von Fußtrupps und jeweils einem Krankentransportwagen unterstützt werden.

Weiterhin stellt das DRK einen zusätzlichen Rettungswagen, der den Regelrettungsdienst des Kreis Düren unterstützt. So ist sichergestellt, dass die Hilfsfristen trotz der rund fünfstündigen Straßensperrungen eingehalten werden können.

Wer Interesse an der Mitarbeit im DRK hat, melde sich per E-Mail an: ehrenamt@drk-juelich.de oder unter Telefon 02461/34360.

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