Jülicher Rat will deutliches Zeichen gegen Rassismus setzen

Von: -vpu-
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Jülich. Die Stadt Jülich soll der europäischen Städtekoalition der Unesco gegen Rassismus beitreten. Das hat der Rat auf seiner jüngsten Sitzung einmütig beschlossen und damit einen Antrag des Integrationsrates aufgegriffen.

Ziel dieser 2004 gegründeten Koalition ist ein Netzwerk von Städten, die sich gemeinsam für eine wirkungsvolle Bekämpfung von Rassismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit einsetzen. In Deutschland gehören 32 Kommunen dem Verbund an, davon bislang zehn aus Nordrhein-Westfalen. Jülich wäre die Nr. 11.

Hierbei geht es nicht nur um Lippenbekenntnisse, sondern um echtes Engagement für eine von Toleranz geprägte städtische Gesellschaft. Der Integrationsrat hat argumentiert, dass die Stadt Jülich auf diesem Sektor bereits viel zu bieten habe und damit die Anforderungen der Städtekoalition schon fast erfülle: vom Fest der Kulturen als Integrationsfest über zahlreiche Bemühungen in städtischen Einrichtungen, das Café Gemeinsam, den Arbeitskreis Asyl Jülich oder auch die Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz.

500 Euro Beitrag jährlich

Verpflichtungen personeller Art entstehen nicht, das finanzielle Engagement hält sich in Grenzen: 500 Euro jährlich sind als Beitrag zu leisten. Dafür wird die Stadt bei ihren vielfältigen Aktivitäten von der Städtekoalition künftig unterstützt. Die Idee fand im Stadtrat ausnahmslos Unterstützer, allerdings sorgte sich der ein oder andere um die Finanzierung des Jülicher Beitrags.

Zur allergrößten Not könnte die Summe von den Stadtverordneten per Sammlung aufgebracht werden, entgegnete Bürgermeister Axel Fuchs. Und: „Wir wollen ein deutliches Zeichen gegen Rassismus setzen, das wird doch wohl nicht an 500 Euro scheitern.“ Es scheiterte nicht daran. Die Verwaltung bereitet nun den Beitritt zur Städtekoalition gegen Rassismus vor.

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