Jülich - Jülicher Ortsgruppe des Eifelvereins auf den Pfaden der Natur

Jülicher Ortsgruppe des Eifelvereins auf den Pfaden der Natur

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Das stressfreie Wandern in der Natur ist das „Kerngeschäft“ der Jülicher Ortsgruppe des Eifelvereins. Das genießen die aktiven Mitglieder und verschafft den betagten glückliche Erinnerungen. Foto: Uwe Zucchi/dpa

Jülich. Der insgesamt rund 30.000 Mitglieder zählende Eifelverein (Hauptverein) hat den 14. Mai zum „Tag des Wanderns“ deklariert. Auf die Aktivitäten mit dem Ziel „Natur erleben und Natur bewahren“ macht ein Infostand am Samstag, 7. Mai, in der Jülicher Innenstadt aufmerksam.

Die Ortsgruppe Jülich ist mit gut 400 Mitgliedern eine der großen Gruppierungen unter den 155 Ortsgruppen. Groß oder klein, sie alle engagieren sich auf ihre Weise in Natur- und Landschaftspflege, in Heimat-, Brauchtums- und Denkmalpflege sowie internationaler Zusammenarbeit. Vorrangig ist allen das Wandern, das Menschen untereinander und mit der Natur zusammen bringt. Die Jülicher Ortsgruppe widmet darüber hinaus besonderes Augenmerk der Jugendarbeit.

Im Jahre 2009 feirte der Eifelverein Jülich bereits sein 100-jähriges Bestehen. Bei einem eindrucksvollen Festakt in der Zitadelle wurde ihm im Auftrag des Bundespräsidenten die höchste Auszeichnung für Wander- und Gebirgsvereine verliehen, die Eichendorff-Plakette. Noch im selben Jahr zeichnete ihn der Kreis Düren aus mit dem Ehrenpreis für Soziales Engagement.

Die eifrigen Sonntagswanderer führen insofern die Tradition fort, als bereits die Wanderungen der Gründerjahre ausschließlich an Sonn- und Feiertagen stattfanden. Neu ist dagegen die zumeist am Abend des Wandertages ins Netz gestellte Dokumentation in Wort und Bild.

Die beiden Mittwochs-Tagesgruppen nehmen im wöchentlichen Wechsel Ziele in der Nordeifel, im Deutsch-Niederländischen Naturpark oder auch den Jülicher Hausberg – die im Zuge des Braunkohleabbaus entstandene Sophienhöhe – unter die Wanderschuhe. Die Anreise erfolgt in Fahrgemeinschaft mit Pkw oder mit Bahn und Bus.

Die Mittwochs-Nachmittagswanderer haben in den letzten Jahren das größte Wandererkontingent gestellt. Zunächst nur als Kurzwanderungen „Rund um Jülich“ für Senioren während des Sommerhalbjahres eingeführt, sind die Halbtagswanderungen am Mittwochnachmittag längst ganzjährig zum festen Bestandteil des Veranstaltungsprogramms geworden – kurze Wanderstrecken, bei denen hauptsächlich Geselligkeit gepflegt wird.

Radwanderungen in der wärmeren Jahreszeit erfreuen sich großer Beliebtheit und finden guten Zuspruch. Außerdem unternimmt der Verein in jedem Jahr mehrtägige Wanderreisen, die – da vereinsintern geplant, organisiert und von erfahrenen eigenen Wanderführern umgesetzt – auch für jedermann erschwinglich sind.

Die seit 1996 bestehende Jugend- und Familiengruppe hat sportliche Unternehmungen wie Eislaufen, Fahrradtouren ins Blaue, mit Inlinern um den Blausteinsee und Wandern zur Sommer-Rodelbahn in Rohren genauso im Programm wie Erlebniswandern im Venn, durch die Drover Heide oder auf dem prämierten Naturlehrpfad an der Hirschley und – wenn das Wetter mitspielt – auch im Schnee.

Die traditionelle Nachtwanderung und das Osterbasteln erfreuen sich großer Beliebtheit, ein Erste-Hilfe-Kurs als Vorbereitung zur JuLeiCa oder zum Führerschein ist angesagt, ebenso die Teilnahme am Bezirkswandertag in Schmidt. Beim Pfingsttreffen der Deutschen Wanderjugend NRW ist die Gruppe vertreten wie auch im August bei einer Wanderfahrt zum Freilinger See. Kontakte zu befreundeten Ortsgruppen ermöglichen zusätzliche Unternehmungen, wie das Tanztreffen in Bad Driburg.

Die adventliche Feier der OG bereichert die Jugendgruppe seit vielen Jahren mit einem Spiel, mit festlichen Gedichten und Musikvorträgen. Bei der Jahresabschlusswanderung ist ihre Teilnahme obligatorisch.

Als Heimatverein beteiligt sich die Ortsgruppe Jülich mit einem ausgesuchten Programm am Veranstaltungsangebot der Stadt. Viele Jahre lang erfreuten sich Lichtbildervorträge über die engere Heimat und über ferne Länder und Kulturen großer Beliebtheit, heute sind es vor allem die Vereinsabende im Advent sowie Exkursionen zu besonderen Zielen, die viel Zuspruch erfahren.

Kooperationsbereitschaft und sozialer Einsatz zeichnen den Jülicher Eifelverein seit Jahrzehnten aus. In Zusammenarbeit mit dem Sozialamt des Kreises Düren und den Vereinen Koslars organisiert er von Zeit zu Zeit Wanderungen für Menschen mit und ohne Behinderung. Auch für ältere, oft sehr einsame Menschen ist der Eifelverein ein wichtiger Partner. Betagte Neubürger, die ihren Lebensabend in Jülich verbringen, schätzen ihn als willkommene „Anlaufstelle“ zur Kontaktaufnahme. Bei stressfreier Bewegung in der frischen Luft erkunden sie das Landschaftsbild der Heimat im Kreise Gleichaltriger.

Großen Wert legt die Ortsgruppe seit jeher auf überregionale und vereinsinterne Kontaktpflege, die auch über die aktive Zeit des Wanderns hinausgeht. Runde und halbrunde Geburtstage ab 75 sind willkommene Anlässe zu persönlichen Grußadressen und ab 80 zu Hausbesuchen. Es ist beeindruckend dabei zu erfahren, wie groß Freude und Begeisterung bei hoch betagten Wanderfreunden sind, wenn die Rede auf vergangene glückliche Wandertage und Wanderreisen kommt.

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