Jülicher Nachbarschaftsdialog trägt Forschung in die Stadt

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Schülerlaborleiter Karl Sobotta (links) erklärt den Mitgliedern des Nachbarschaftsdialogs das Phänomen Supraleitung mithilfe eines schwebenden Zugs. Foto: Forschungszentrum Jülich/Steffen Bender

Jülich. Beim siebten Treffen des Jülicher Nachbarschaftsdialogs mit über 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Schülerlabor JuLab des Forschungszentrums identifizierte das Gremium neue Projekte und schaute auf die erfolgreiche zweite Auflage des Science Slams zurück.

„Gemeinsam die Zukunft für die Region gestalten“ – unter diesem Motto traf sich der Jülicher Nachbarschaftsdialog bereits zum siebten Mal. Wie diese Zukunft aussehen soll, darüber diskutierten die Mitglieder engagiert. Als Schwerpunkt kristallisierte sich diesmal der Standort Jülich heraus. Bevor es in die Diskussion ging, stattete der Dialog noch dem Schülerlabor „JuLab“ des Forschungszentrums einen Besuch ab.

Der Leiter Karl Sobotta lud zum „physikalischen“ Staunen ein und brachte dabei einen kleinen Zug zum schweben. Die Erklärung hierfür ist einfach: Viele Metalle, deren Temperatur abrupt auf null fällt – etwa mit Hilfe von flüssigem Stickstoff – werden supraleitend. Das heißt, dass das Innere des Materials frei von elektrischen und magnetischen Feldern ist. Die Konsequenz: Der „eiskalte“ Zug schwebt über seine dauermagnetischen Schienen hinweg

Zugegeben, Stromverteilerkästen sind im Grunde keine besonderen Schmuckstücke. Doch gegen graue, triste und vor allem beschmutzte Kästen möchte der Jülicher Nachbarschaftsdialog etwas unternehmen. Auf Initiative von Ruth Tavernier-Schwab (Seniorenbeirat der Stadt Jülich) sollen die Schränke fortan in fröhlichen Farben erstrahlen. Nach Auffassung der Mitglieder des Nachbarschaftsdialogs könnte dies am besten in Form einer Kooperation mit den Schulen in Jülich entstehen.

Vorstellbar wäre beispielsweise ein Wettbewerb, bei dem Schüler Ideen und Motive einreichen, wie Stromkästen in der Nähe ihrer Schule oder zu einem thematischen Schwerpunkt – etwa Historie oder Forschung – aussehen könnten. Wie dies genau funktionieren soll, darüber berät fortan die AG Schule und Bildung aus dem Jülicher Nachbarschaftsdialog.

Die Jülicher Forschung mehr in der Stadt zu zeigen und den Bürgern zugänglich zu machen, ist ein zentrales Anliegen des Nachbarschaftsdialogs. Genau das richtige Forum also für Dr. Dorothee Esser-Link vom Brückenkopf-Park: Der Park möchte in Kooperation mit dem Odysseum Köln und seinen Werkstätten zukünftig einen einzigartigen Outdoor-Erlebnisbereich schaffen, der wichtige Themen der Jülicher Forschung aufgreift, in Exponate umsetzt und so für Kinder und Jugendliche „greifbar“ macht. Für ein Kick-Off Meeting im August sagten u.a. die FH Aachen am Campus Jülich, Enrichment Technology und auch das Forschungszentrum Jülich zu und versprachen ihre Unterstützung.

Im Mai 2017 suchte der Jülicher Nachbarschaftsdialog zum zweiten Mal das Jülicher Superbrain. Mit Erfolg: Der Kulturbahnhof war zwischenzeitlich bis auf den letzten Rang gefüllt und die rhetorischen Beiträge von kleinen und großen Schülern begeisterten. Das Erfolgsformat soll weitergeführt werden: die dritte Auflage ist für einen Nachmittag im Herbst 2018 angedacht.

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