Jülicher Musiker wollen Seenotrettung unterstützen

Von: dmd
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Organisieren Benefizkonzert „Ein Boot gegen den Tod“ in Jülich (v.r.): Melinda Veggian, Doris Vogel, Virginia Lisken Foto: Mengel-Driefert

Jülich. „Uns macht das Massensterben im Mittelmeer betroffen“, sagt die Musikerin Melinda Veggian. Sie spricht die Situation der Flüchtlinge an, die in Europa Zuflucht suchen, jedoch in restlos überfüllten Booten im Mittelmeer kentern und oft ertrinken.

Aus dieser Betroffenheit heraus, die Veggian mit ihrer Freundin Virginia Lisken teilt, organisieren beide in Kooperation mit Doris Vogel, Leiterin des Jülicher Sozialamtes, und dem KuBa-Team um Cornel Cremer ein Benefizkonzert in Jülich. Termin ist Freitag, 5. Juni, ab 19 Uhr im Kulturbahnhof. Es spielen die Jülicher Formationen Third Hand, Bad Sign, 6 aus 49, John Born, BluesAixport und Virginia Lisken. Das Konzert ist kostenfrei, um zahlreiche Spenden wird gebeten.

Die gesammelten Spenden kommen Sea-Watch, einer privaten Organisation zur Flüchtlingsersthilfe auf dem Mittelmeer, und Flüchtlingen in Jülich zugute. Die Gelder werden zu 50 Prozent aufgeteilt. Die Spenden helfen die Not auf der Flucht über das Mittelmeer zu lindern und Menschen, die in unserer Mitte angekommen sind, zu unterstützen. „Die Flüchtlinge und ihr Schicksal sind nicht nur im Fernsehen präsent“, sagt Doris Vogel, „die Menschen sind hier, unter uns, brauchen unsere Hilfe.“

Die Spenden würden konkret für Leistungen verwendet, die über das Sozialhilfegesetz nicht abgedeckt werden, wie Sprachkurse für Neuankömmlinge oder Unterrichtsmaterialien.

Das Instrument der Musiker

„Die Flüchtlinge wollen die Sprache lernen, wir wollen mit den Spenden in Bildung investieren“, sagt Veggian. Virginia Lisken ergänzt, dass sie solidarisch mit der Problematik sei, im Rahmen ihrer Möglichkeiten helfen möchte. Musik sei das Instrument der Musiker, mit dem geplanten Benefizkonzert wollten sie ein Zeichen setzen. Das gilt auch für Sea-Watch, der Seenotrettung im Mittelmeer. Im April stach erstmalig ein Boot mit einer Expertencrew von Freiwilligen in See.

Sea-Watch setzt sich mit gezielten Aktionen, Aufklärungsarbeit und Berichterstattungen ein. Trifft das Team ein Flüchtlingsboot an, findet eine Erstversorgung mit Trinkwasser, Lebensmittelpaketen und Rettungswesten statt, wenn möglich erfolge auch medizinische Hilfe, in akuten Fällen der Einsatz von Rettungsinseln. Der Seenotfall wird zudem bei den entsprechenden Behörden und den vor Ort aktiven Hilfsorganisationen gemeldet. Aus rechtlichen Gründen könnten jedoch keine Flüchtlinge an Bord genommen werden.

Während des Konzerts wird es eine Videobotschaft der Organisation an die Jülicher geben. Die Musiker bieten CDs zum Verkauf an, deren Einnahmen ebenfalls in die Flüchtlingsarbeit fließen. Die Stadt Jülich stellt bei der Sparkasse Düren ein Spendenkonto mit der Kontonummer 25411 zur Verfügung. Auch Spendenquittungen werden ausgestellt.

Weitere Infos gibt es unter www.sea-watch.org oder auf Facebook unter Third-Hand.

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