Jülich - Jülicher Lehrerin räumt bei Jauch ab

Jülicher Lehrerin räumt bei Jauch ab

Von: hfs.
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Moment größten Glücks: Edith Körver gewinnt bei „Wer wird Millionär?“ 250 000 Euro. Foto: RTL/Gregorowius
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Freudestrahlend an der Seite von Günther Jauch: die Jülicher Lehrerin Edith Körver. Foto: hfs.

Jülich. Sie ist alles andere als eine Zockerin, die 49-jährige Studiendirektorin und neusprachliche Philologin Dr. Edith Körver aus Jülich. Dennoch folgte sie dem Ruf von Deutschlands beliebtem Fernsehmoderator Günther Jauch, um auf dem Stuhl das „Zocker-Special“ der RTL-Sendung „Wer wird Millionär?“ Platz zu nehmen. Mit Erfolg.

Die hierbei theoretisch möglichen zwei Millionen Euro nahm die Kandidatin nicht mit nach Hause - für eine kleine Yacht würde es aber dennoch reichen. Der Sender musste „nur“ eine Viertelmillion Euro an die Jülicherin auszahlen, die am Gymnasium Zitadelle unterrichtet. Sie stieg zwei Fragen vor dem Höchstgewinn aus.

„Dass ich ausgestiegen bin, hat mich bei vielen sympathisch gemacht.“ Nach dem Gewinn der 250 000 Euro am Wochenende bei Günther Jauch in dessen Fernsehshow kann sich Edith Körver vor Anrufen von Freunden und Bekannten nicht retten. „Nur ein einziger hat mich gefragt, warum ich nicht gezockt hätte“, berichtete die Jülicherin lachend, die dann die 750.000-Euro-Frage nicht mit Sicherheit beantworten konnte: Welcher der vier Staaten Alaska, Texas, Kalifornien oder Louisiana von den USA im Jahr 1803 aufgekauft worden ist (Louisiana).

„Ich bin nicht geldgierig, eine viertel Million Euro ist eine Wahnsinnssumme, die hatte ich sicher, warum sollte ich dann noch auf mehr setzen?“, schaltete sie nach eigenen Worten ihren Verstand ein, „denn ich bin im normalen Leben sehr bodenständig, mache nichts, ohne zu hinterfragen, bevorzuge das Netz und den doppelten Boden“, umschreibt sie ihre Lebensphilosophie. Die legt sie nur beim Doppelkopfspiel in der Familie schon einmal beiseite.

Edith Körver ist genau genommen ein Quiz-Freak. „Jülicherin gewinnt 5000 Mark“, lautete vor mehr als 25 Jahren die Schlagzeile in der Zeitung. Dieses Geld hatte sie als Studentin in der Ratesendung „Bingo“ gewonnen, es folgten Auftritte bei Frank Elstner oder zum Beispiel bei Dieter-Thomas Heck.

„Mit den Gewinnen habe ich mir damals mein Studium beziehungsweise meine Dissertation finanziert“, denkt sie an ihre doch zahlreichen Fernsehauftritte zurück, die auch Günther Jauch bekannt waren. Er fragte nach dem Verbleib eines Lichtfluters, der als Preis beim „Glücksrad“ den Besitzer wechselte. „Der steht heute noch zu Hause“, plauderte Edith Körver und berichtete auch von ihrer „heißen“ Hochzeitsnacht, schließlich musste die Feuerwehr per Bolzenschneider anrücken, um sie vom Ehering zu befreien, der partout nicht mehr vom Ringfinger wollte.

„Wir waren vor der Fernsehsendung aufgefordert worden, mit Herrn Jauch zu plaudern, nicht nur stereotyp die Fragen zu beantworten“, berichtet die Jülicherin. Ihre Art kam bei den Studiogästen an, auch bei den Freunden der Kandidatin, die drei Wochen vor der Sendung einen Anruf erhalten hat. „Ich hatte mich nicht für ,Wer wird Millionär‘ beworben. Durch meine früheren Auftritte stand ich in einer Kartei“, erklärt sie heute – beim Anruf sagte sie dann gleich zu und musste drei Castingrunden per Telefon bestehen. Die Studiendirektorin wurde schließlich auserkoren, denn sie überzeugte auch per Telefonvideoschaltung mit ihrer Ausstrahlung.

Hat man als TV-erfahrene Kandidatin Vorteile gegenüber Mitspielern? „Nein, früher war ich lockerer, jetzt war ich nervös, das legte sich erst, als ich die 1000-Euro-Frage geschafft hatte.“ An dieser Hürde war zuvor die erste Spielerin gescheitert, und Edith Körver konnte auf dem Stuhl Platz nehmen.

Für den Auftritt hat die 49-Jährige bei einem viertägigen Kurztrip auf die Lieblingsinsel Mallorca im Urlaub trainiert und zuvor auch mit ihren Schülern, als die erfahren hatten, dass sie bei Jauch mitmacht. Die werden jetzt eingeladen („Wir machen einen drauf“) wie auch ihre Kollegin, die sie als Joker benannt hatte, aber bei der 750.000-Euro-Frage auch nicht helfen konnte.

Da die Sendung aufgezeichnet worden war, durfte sie laut RTL-Vertrag niemandem verraten, wie viel sie gewonnen hatte. „Nur meinem Mann habe ich es leise gesagt. Den habe ich jetzt eingeladen, die vier Tage Mallorca nachzuholen.“

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