Jülicher Krankenhaus als Alterstraumazentrum anerkannt

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Verantwortliche und Beteiligte des St. Elisabeth-Krankenhauses freuen sich über die Zertifizierung als Alterstraumazentrum in Jülich. Foto: Alwin Bulla

Jülich. Das St. Elisabeth-Krankenhaus Jülich wurde jetzt erfolgreich als Alterstraumazentrum DGU (Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie) zertifiziert. In 2013 hat das Jülicher Krankenhaus mit einem umfassenden altersmedizinischen Behandlungskonzept begonnen. Im vergangenen Jahr wurde die Zertifizierung für das Qualitätssiegel Geriatrie für Akuteinrichtungen erreicht.

„Mit dem Alterstraumazentrum sind die Weiterentwicklung und der Ausbau unserer geriatrischen Versorgungseinheit auf einem sehr hohen Niveau angelangt. Das ist gut für die Patienten, und dafür danke ich unseren beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, freut sich Jens Hauschild, kaufmännischer Direktor im St. Elisabeth-Krankenhaus Jülich.

Ein Schlüssel zum Erfolg liegt in der engen interdisziplinären Zusammenarbeit im geriatrischen Team. Diese patientenorientierte Zusammenarbeit und die gute Kommunikation wurden nun auch besonders bei der Zertifizierung zum Alterstraumazentrum DGU gelobt.

„Mit der Zertifizierung als Alterstraumazentrum DGU wurden weitere wesentliche und wichtige Bausteine für die jetzige und zukünftige Entwicklung unseres St. Elisabeth-Krankenhauses gelegt. Die Zusammenarbeit aller Abteilungen und aller Berufsgruppen ist und war hervorragend“, so Dr. med. Klaus Hindrichs, Ärztlicher Direktor, Chefarzt Abteilung Allgemein-, Unfall- und Viszeralchirurgie.

„Die Patienten, die wir im Alterstraumazentrum behandeln, sind über 70 Jahre alt und weisen Knochenbrüche auf. Zum Beispiel des Oberschenkels, des Ober- oder Unterarms, der Wirbelsäule (eines Wirbelkörpers) oder des Beckens. Häufig haben sie zudem internistische altersbedingte Erkrankungen“, so Hindrichs weiter.

Ziel ist eine individuell angepasste Behandlung, die sowohl die chirurgische Versorgung als auch die altersmedizinischen Aspekte der Behandlung und die frühzeitige Rehabilitation umfasst.

Verschiedene Aspekte verbessern Behandlungsqualität und -ergebnisse von Verletzungen im Alter (Alterstraumata): Dazu gehören eine strukturierte Aufnahme, die Versorgung auf einer speziellen Station, um interne Verlegungen und Personalwechsel zu vermeiden und eine gut strukturierte interdisziplinäre unfallchirurgische und geriatrische Behandlung zu gewährleisten.

Frühestmöglich sollen die Patienten außerdem Mobilität und Selbstständigkeit, die vor dem Unfallereignis bestanden haben, wieder erreichen. Schon während der ersten Tage des stationären Aufenthaltes beginnen deshalb Rehabilitationsmaßnahmen, parallel zu der medizinischen Behandlung.

Gemeinsame Visite

Der Patient wird zunächst in der zentralen Patientenaufnahme diagnostiziert und entsprechend der Verletzung erstversorgt. Dann wird er auf eine interdisziplinäre Station verlegt, auf der Chirurgen und Geriater Hand in Hand zusammenarbeiten: Die tägliche Visite findet gemeinsam statt, und für die Behandlung treffen die Fachärzte enge Absprachen.

Die Behandlung umfasst individuelle Handlungsoptionen und kurative (therapeutische) Maßnahmen inklusive einer altersentsprechenden Schmerztherapie. Auch die interdisziplinäre Pflege umfasst sowohl die chirurgische Betreuung als auch die geriatrischen Aspekte der Patientenversorgung.

Im Alterstraumazentrum des Jülicher Krankenhauses kümmern sich speziell geschultes geriatrisches und chirurgisches Pflegepersonal und eine Wundmanagerin um die Patienten. Die Pflegekräfte wenden eine aktivierende Pflege an.

Bei den Rehabilitationsmaßnahmen arbeiten die Therapeuten Hand in Hand, etwa Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden oder Ernährungsberater, je nach individuellem Bedarf des Patienten.

Schon zu Beginn des stationären Aufenthaltes wird die Entlassung unter Einbeziehung des Sozialdienstes vorbereitet, sodass bereits frühzeitig eine Anschluss-Heilbehandlung, Kurzpflege, die Rückkehr in die häusliche Umgebung gegebenenfalls mit Unterstützung der familialen Pflege oder Hilfsmittel organisiert werden können.

Zur Vorbereitung der Zertifizierung wurde der Schwerpunkt des weiteren Ausbaus der Abteilung auf alterstraumatologische Patienten (alte Menschen mit Verletzungen) gelegt. Alle Berufsgruppen des interdisziplinären therapeutischen Teams haben dann in Zusammenarbeit mit der Qualitätsmanagement-Beauftragten Abläufe miteinander und aufeinander abgestimmt und standardisiert.

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