Jülicher Kommunalfriedhof: Leichenhalle hat es hinter sich

Von: -vpu-
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Von außen und von weitem noch halbwegs malerisch: Aber beim genauen Hinsehen entpuppt sich die Leichenhalle außen wie innen als Sanierungsfall. Foto: Uerlings

Jülich. Die Leichenhalle auf dem Kommunalfriedhof an der Haubourdinstraße befindet sich in einem äußerst schlechten Zustand. Sie ist nach einem Bericht der Verwaltung erheblich sanierungsbedürftig. Unter Umständen ist sie auch ein Fall für die Abrissbirne. Der preisliche Unterschied: 560.000 zu 750.000 Euro.

Von außen wirkt das Gebäude mit der Efeu-Fassade noch halbwegs malerisch. Aber die Kletterpflanzen verdecken nur die Schäden. Wie der Ausschuss für Planung, Umwelt und Bauen im Bericht von Thomas Schmitz (Hochbauamt) hören musste, sind die Fugen zwischen den Klinkern an vielen Stellen praktisch „verschwunden”.

Die Mängelliste ist aber noch erheblich länger. Fenster und Türen, Dächer und sämtliche Installationen sind erneuerungsbedürftig. Weil Feuchtigkeit nach innen drängen konnte, hat sich Schimmel breit gemacht.

Neben diesen Schäden sind die Räume in der Leichenhalle auch recht ungünstig geschnitten. Wenn ein Beerdigungsunternehmer mit dem Sargwagen rangiert, eckt er fast immer an und beschädigt die Wände, weil es viel zu eng ist. Schmitz empfahl ergo den grundlegenden Innen-Umbau.

Neue Kühl-Module

Die Kühlzellen im Keller sollen verschwinden und durch neue Kühl-Module im Erdgeschoss ersetzt werden. Im Keller wiederum wäre dann Platz geschaffen, um in einem von den Bestattern gewünschten Lagerraum Dekorationsgegenstände zu deponieren.

Das ist natürlich nicht zum Nulltarif zu haben. Die Sanierung könnte nach Schmitz´ Vorschlag in zwei Abschnitten erfolgen und würde rund 560.000 Euro kosten. Das umfasst im ersten Schritt die komplette Einrüstung des Gebäudes, um per Hochdruck oder mittels Sandstrahl das Mauerwerk zu sanieren, das anschließend neu verfugt wird. Außerdem wären über das Gerüst in einem Aufwasch auch eine Dachsanierung sowie ein Anstrich möglich.

Der zweite Abschnitt konzentriert sich auf das Innere der Leichenhalle.

Der Mann vom Jülicher Hochbauamt hatte natürlich auch die Kosten für einen Neubau im „Gepäck”: 750.000 Euro. Einige Ausschussmitglieder deuteten an, dass sich die Sanierung „fast nicht mehr lohnt”. Eine Entscheidung wird nach eingehender Diskussion allerdings erst später getroffen.
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