Jülicher Klimaforscher an der Messkampagne Anfang 2016 beteiligt

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Das „High Altitude and Long Range Research Aircraft“, kurz Halo, wird für die Messkampagne am Nordpol benutzt. Hier steht es am Hangar in Oberpfaffenhofen. Foto: Andreas Minikin/DLR

Jülich. Ozon ist ein Treibhausgas. Seine Wirkung auf das bodennahe Klima ist in der Tropopausenregion in circa 7 bis 17 Kilometern Höhe am größten.

Die dort ablaufenden komplexen Prozesse sind Gegenstand einer umfangreichen Messkampagne mit dem deutschen Forschungsflugzeug „High Altitude and Long Range Research Aircraft“, kurz Halo, an der auch Jülicher Klimaforscher beteiligt sind.

Erste Testflüge geplant

In dieser Woche sind erste Testflüge von Oberpfaffenhofen aus geplant; zwischen Januar und März startet Halo im schwedischen Kiruna zu Flügen über das Eismeer in Richtung Grönland und Nordpol.

Ziel der Kampagne „The Polar Stratosphere in a Changing Climate“ (POLSTRACC) ist es, die Prozesse, die Ozon und andere klimawirksame Spurengase in der arktischen Tropopausenregion im Winter beeinflussen, besser zu verstehen. Mit einer Flughöhe bis zu 15 Kilometern und einer Reichweite von mehr als 8000 Kilometern ist Halo für solche Studien besonders geeignet, wie das Forschungszentrum Jülich mitteilt.

Ein wichtiges Messgerät an Bord von Halo ist das Infrarotspektrometer „Gloria“, das Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gemeinsam entwickelt und gebaut haben. Mit „Gloria“ können Temperatur, Wolkenparameter und eine Vielzahl von Spurengasen in der Atmosphäre viel detaillierter beobachtet werden als bisher.

„POLSTRACC“ wird vom Technologie-Institut in Karlsruhe koordiniert. Weitere Partner in dem Projekt sind neben dem Forschungszentrum Jülich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie die Universitäten Heidelberg, Frankfurt, Mainz und Wuppertal.

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