Jülicher Kita ist bald die größte im Kreis Düren

Von: ptj
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Die gemieteten Erweiterungsmodule der „Kleinen Füchse“ sind spieltauglich – davon überzeugten sich nicht nur die Kinder, sondern auch Karsten Beneke (rechts) und Thomas Rachel (hinten) . Foto: Jagodzinska

Jülich. Dank des intensiven Zusammenwirkens vieler Beteiligter ist der erste Schritt zum Kapazitätsausbau von 120 Plätzen vollbracht. Das betonte Karsten Beneke, Vize-Vorstandsvorsitzender im Forschungszentrum Jülich (FZJ) bei einer besonderen Feierstunde: Mit großem Bahnhof wurden die neuen Räume der FZJ-nahen Kindertagesstätte „Kleine Füchse“ auf dem Gelände des ehemaligen Bahnausbesserungswerks eingeweiht.

Von bisher 70 Plätzen wurde zum Start des neuen Kindergartenjahres die Zahl der Betreuungsplätze auf nunmehr 90 angehoben. Durch den Aufbau zweier zusätzlicher Mietmodule auf dem Gelände wurde das Betreuungsangebot für unter Dreijährige (U3) auf jetzt 40 Plätze verdoppelt.

Damit setzen sich die „Füchse“ aus insgesamt drei U3-Gruppen, einer Kindergartengruppe, einer altersgemischten Gruppe und einer Hortgruppe zusammen. Je zehn Kinder finden Platz in den mobilen Bauten, an den Kosten für Anmietung und Ausstattung von 350.000 Euro beteiligte sich der Kreis.

Nicht zuletzt wurden im erweiterten Außengelände auf neuer Rasenfläche ein neuer Sandkasten mit Sonnensegel angelegt, Außenrutsche und Klettergerüst installiert. Die Eltern haben die Auswahl zwischen einer Betreuung über 35 oder 45 Stunden/Woche.

Zum Start des Kindergartenjahrs 2017/18 soll auf dem originären Campus des Forschungszentrums ein Neubau in Betrieb genommen werden, der bis zu 120 Kindern Betreuungsmöglichkeiten bietet, rund 60 Plätze sollen U3-Kindern zur Verfügung stehen. Damit wird die neugebaute Kita, die wie bisher auch für Kinder aus Jülich und dem Kreis Düren offensteht, die größte Einrichtung im Kreis Düren sein.

Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel lobte die herausragende Einrichtung an „idealem Ort mit ihrem breiten, teiloffenen Konzept und ihrem frühen Zugang zur Wissenschaft“. Besonders dankte er der ehrenamtlichen Elterninitiative für ihr tolles Engagement. „Dass Eltern der Köchin helfen und den Rasen mähen, ist nicht überall üblich“ setzte er nach. Die Kita mit frühkindlicher Förderung und bilingualem Ansatz, in der Kinder von vier Monaten bis 14 Jahren betreut werden, sei „fast ein Bildungshaus“.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung habe zugestimmt, das Projekt mit sechs Millionen Euro zu untermauern. Keine Frage, dass der Schirmherr der Initiative „Haus der Kleinen Forscher“ im Kreis Düren die Einrichtung gerne auch als Teil des Netzwerkes sehen würde.

Die Zertifizierung hatte Petra Jerrentrup, Vorsitzende der Elterninitiative, zu seiner Überraschung bereits in die Wege geleitet. Hubert Brüßeler vom Kreisjugendamt, das den Kreis beim Ausbau des Projekts „ganz massiv unterstützt hat“, nannte ein paar Zahlen: „Rund 40 Prozent der Kinder unter drei Jahren können wir versorgen. Bis 2030 werden Plätze für 60 bis 70 Prozent der Kinder zur Verfügung stehen.“

Für die Stadt Jülich sprach Dezernentin Katarina Esser vom Amt für Familie, Generationen und Integration. Sie betonte die wachsende Notwendigkeit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf an einem Wirtschaftsstandort und lobte ebenfalls das herausragende ehrenamtliche Engagement der Elterninitiative.

Besonders begeistert zeigte sich Petra Jerrentrup darüber, „dass viele Hände einen Mehrwert schaffen“. Auf ihrer Dankesliste standen 127 Namen.

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